Musings

Erlebnisse, Gedanken und Fundstücke

Right Now – Bestandsaufnahme 2018

Ich lese… momentan zweigleisig: Morgens auf dem Kindle mit Beleuchtung, damit ich noch nicht das große Licht anmachen muss, tagsüber im Papierbuch aus der Bücherbox. Zwei komplett unterschiedliche Geschichten, die Figuren kommen sich also nicht ins Gehege. Nur die Bilder zuweilen − so wundere ich mich bisweilen, warum die Leute, die gerade aus dem Auto aussteigen, sich auf einer Tankstelle an einem amerikanischen Highway wiederfinden und nicht an der englischen Kanalküste − ach so, anderes Buch. Ansonsten klappt das gut.

Ich trage…  mich mit dem Gedanken, etliches in meinem Arbeitsleben zu ändern. Das ist aber noch nicht ausgegoren genug, um darüber zu reden. Die Grundsituation wird dieselbe bleiben, aber ich frage mich, ob es nicht Zeit für ein wenig Wachstum einerseits und Entlastung andererseits wäre.

Ich habe… mir im Sommer mein erstes Kleid seit mindestens 15 Jahren gekauft − und ich liebe es! Ich sehe damit zwar aus als wäre ich so breit wie hoch, aber es hat genau meine Herbst-Farben und ist so unglaublich gemütlich…

Ich höre… gerade wieder etwas mehr Musik, das liegt an meinem derzeitigen Arbeitsrhythmus: Der späte Nachmittag ist bei abnehmender Energie momentan für Routine-Programmierarbeiten reserviert, und dabei höre ich dann gerne was. Im Moment vor allem Nyman oder Film-Soundtracks (Die fabelhafte Welt der Amélie, Alles ist erleuchtet, Gomorra…).

Ich trinke… praktisch keinen Alkohol mehr. Es geht mir besser ohne und Spaß kann ich auch so haben. Ich genieße es schon, abends auf der Terrasse einen (!) Radler zu trinken oder ein Glas Wein zum Essen oder einen Schluck Whisky zum Einläuten des Feierabends, aber niemals so viel, dass ich auch nur ansatzweise einen Rausch habe. Das Unwohlsein am nächsten Tag ist den kleinen Rausch nicht wert. Außerdem macht der Alkohol das klare Denken unmöglich, und diese Betäubung ist mir momentan kein erstrebenswerter Zustand.

Ich esse… seit dem Sommer wieder bewusster (und habe schon fünf Kilo damit abgenommen, wenn ich auch nicht so recht weiß, wo….). Es gibt keinen ausgefeilten Ernährungsplan, eher der Versuch, mit meiner normalen Ernährung überflüssige Kalorien einzusparen und durch ein leichtes Kaloriendefizit langsam und gemütlich − aber stetig − abzunehmen. Bisher klappt es ganz gut, aber der heiße Sommer hat es mir auch leicht gemacht. Die eigentliche Herausforderung kommt erst noch…

Ich stehe… mit beiden Beinen fest in meinem Leben. Ich bin dort, wo ich hin will, und das ist ein großartiges Gefühl. Ich habe hart an und mit mir gearbeitet dafür, und es ist schön zu spüren, dass sich das auszahlt. Manchmal muss ich bei anderen gewisse Widerstände überwinden, bis sie mich einfach sein lassen können, aber das ist wohl normal.

Ich gehe… in ein neues Lebensjahrzehnt und bin gespannt, was es mir bringen wird und wohin ich mich entwickeln werde.

Ich lache… nicht mehr so viel wie früher, aber immer noch gerne. Ich bin anspruchsvoller geworden in Sachen Humor, und es ist nicht mehr so einfach, mich zum (ehrlichen) Lachen zu bringen. Einer schafft es immer wieder, und das ist schön…

Ich sehe… vieles im Argen, ärgere mich aber immer, dass ich die zugrundeliegenden Zusammenhänge nicht gut auf den Punkt bringen kann. Ich freue mich, wenn jemand einen erhellenden Satz sagen kann, wo ich seitenweise Text bräuchte, um dasselbe zu erklären. Dennoch frustriert mich das: Ich spüre, was los ist, kann es aber nicht ausdrücken. Mein Medium ist die Sprache, aber die kurze Form, der Konzentrat-Gedanke ist nicht meins.

Ich mag… meine Kleidung zunehmend bunter und exzentrischer. Man sieht mir das (noch) nicht an, weil die passenden Stücke entweder nicht für meine Größe verfügbar oder unbezahlbar sind, aber im Geiste kleide ich mich bunt, schrill, schräg und wild. Auch ein Grund, warum ich abnehmen will: Es gibt für Schlanke mehr interessante Kleidung.

Ich schreibe… viel weniger als ich möchte. Wenn ich die Zeit habe, fehlt mir die Kraft, wenn ich gute Gedanken im Kopf habe, fehlen mir die Zeit und der Raum, die Gedanken auszuarbeiten. Dabei ist das Schreiben für meine Psychohygiene ausgesprochen wichtig. Ich verwahrlose in der Hinsicht gerade etwas.

Ich weiß… was mir gut tut und was nicht, und das ist doch schon unglaublich viel wert. Wenn ich jetzt noch lerne, vorher zu erkennen, welchen Preis ich für kleinere oder größere “Sünden” jeweils zahlen muss, wäre es noch besser. Bei Dingen wie dem Essen oder beim Alkohol habe ich inzwischen ein gutes Gespür. Bei sozialen Interaktionen noch nicht so, das ist ausbaubar.

Ich möchte… mal wieder ans Meer!!!

 

Idee gesehen bei der Kaltmamsell
Ältere Bestandsaufnahmen: 2017 | 2016 | 2015

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