Musings

Erlebnisse, Gedanken und Fundstücke

YoW: Byrd – Mass for Five Voices – Agnus Dei

Heute gab es beim “Year of Wonder”* William Byrd: Mass for Five Voices – Agnus Dei

Das ist wieder Musik für mich: vielstimmiger Choralgesang, der nach alten, dunklen Kirchen klingt, nach Weihrauch und Kerzenwachs duftet.

William Byrd (1543-1623) war einer der bedeutendsten englischen Komponisten der Tudorzeit und verfasste über 500 Werke, hauptsächlich Messen, Motetten, Madrigale, Kanons, Werke für Virginal (eine Art Cembalo) und Streicher und anderes. Byrd war seit 1572 zusammen mit Thomas Tallis Organist der Chapel Royal in London und erhielt gemeinsam mit ihm von Königin Elisabeth I. von England das Monopol für Notendruck.

Zwischen 1592 und 1595 verfasste er drei Messen, darunter die Mass for Five Voices, dem römisch-katholischen Ordinarium entsprechend bestehend aus Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei.

Ich höre mir vor Begeisterung gleich die ganze Messe an (etwas über 20 min) − hier eine Aufnahme von The Tallis Scholars

Wunderbar, nicht nur in besinnlicher Stimmung, sondern auch, um runterzukommen.

 


* “Year of Wonder” heißt ein Buch von Clemency Burton-Hill, in dem sie jeden Tag ein Stück klassische Musik vorstellt und zur Entstehungs- oder Wirkungsgeschichte der Stücke schreibt. Sie will klassische Musik einem breiten Publikum zugänglich machen und zeigen, wie inspirierend Musik sein kann.

Hier stellt sie ihr Buch vor: Clemency Burton-Hill über “Year of Wonder: Classical Music for Every Day”
Begleitend gibt es eine Online-Playlist der Stücke: Spotify-Playlist “Year of Wonder”

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