29. November 2011

November-Impressionen

Volkspark Hasenheide, Berlin-Neukölln

Volkspark Hasenheide, Berlin-Neukölln

Volkspark hasenheide, Berlin-Neukölln

Volkspark Hasenheide, Berlin-Neukölln

Schorfheide bei Groß Schönebeck

Schorfheide bei Groß Schönebeck

Schorfheide bei Groß Schönebeck

Schorfheide bei Groß Schönebeck

Raureif

Raureif

Fachwerkkirche Gollin (Templin, Uckermark)

Fachwerkkirche Gollin (Templin, Uckermark)

Mini-Landschaft mit Pilz

Mini-Landschaft mit Pilz

Herbstnebel - Schorfheide bei Ringenwalde

Herbstnebel - Schorfheide bei Ringenwalde

Schlosspark Ringenwalde (Uckermark)

Schlosspark Ringenwalde (Uckermark)

Abendstimmung, Temmen (Uckermark)

Abendstimmung, Temmen (Uckermark)

Alle Fotos © Astrid Kuckartz

29. Januar 2011

Fotoveröffentlichungen: Vom Feng-Shui-Blog über die taz und Wikipedia zu CBS und bis nach Japan

Aus verschiedenen Gründen veröffentliche ich einen Großteil meiner Fotos auf Flickr unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike-Lizenz. Das heißt, jeder, der es mag, darf mein Bild auf seiner Website oder anderswo verwenden, sofern er das Bild nicht wesentlich verändert und mich als Urheber nennt.

Von Zeit zu Zeit überprüfe ich, wer so alles von dieser Möglichkeit Gebrauch macht - schließlich möchte ich nicht, dass meine Fotos in rechtlich zweifelhaften Zusammenhängen auftauchen.

Dabei entdecke ich dann immer wieder ganz lustige Sachen.

So tauchen immer wieder Bilder in den Wikimedia Commons auf – anscheinend werden sie automatisiert anhand der Lizenz von Flickr hochgeladen und dann von Redakteuren begutachtet und ggf. aufgenommen: meine Fotos in den Wikimedia Commons

Manche Fotos werden denn auch tatsächlich in der Wikipedia verwendet, etwa bei einem niederländischen Beitrag über den Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße, beim englischen Eintrag zum Thema Ofen (stove) oder bei den  Einträgen zu den Schlössern Wolfshagen (deutsch und französisch) und Krampfer (englisch) in der Prignitz.

Gut gefallen hat mir auch ein Beitrag bei Statista, dem nach eigenen Angaben führenden deutschen Statistikunternehmen im Internet. Hier illustrierte man einen Beitrag zum Bierkonsum in Deutschland mit meinem Foto aus einem Koblenzer Biergarten - Königsbacher wird die kostenlose PR freuen…

Das Schweizer Magazin für ganzheitliches Leben natürlich wählte wagemutig mein Foto der mittelalterlichen Wandmalerei “Schmerzensmann” (aus der Koblenzer Florinskirche), um einen Beitrag zum Thema “Gewalt gegen Frauen” zu illustrieren: Krisengebiet Schweiz.

Und ob man mit Hilfe von Einrichtungsplanern tatsächlich ein ganzes Schloss gestalten kann, wie die Illustration des Beitrags Einrichtungsplaner - Wohnungseinrichtung am PC selbst gestalten (Mein Wohnparadies) suggeriert, weiß ich auch nicht.

Keiner putzt gerne, aber Spinnenweben an den Decken sind nicht nur nicht schön, sondern Feng-Shui-mäßig auch wahre “Energiebloker”. Meint zumindest die Seite Everyday Feng Shui und illustriert mit einer wunderschönen (und astrein geputzten) Stuckdecke aus dem Schloss Wolfshagen ihren Beitrag Staubfäden und Spinnweben.

Sehr gelungen finde ich auch die Verwendung des Fotos einer großen Pfütze in Berlin-Kreuzberg in einem Beitrag über Die Hochwasserlage durch Tauwasser in Mitteldeutschland. So sehr es mich freut, meine Bilder publiziert zu sehen, aber ließ sich da wirklich kein Foto von “echtem” Hochwasser finden?

Passend zum Titel Why Venture Capital Could Be Toxic to Your Success wählte das CBS Interactive Business Network BNET meinen Knollenblätterpilz als Illustration.

Den Beitrag Visit Atlanta boutiques on the Chic Boutique Tour des Examiner Atlanta schmückt mein Foto eines Schaufensters am Berliner Hermannplatz, und mein Foto der verschneiten Karl-Marx-Allee in Berlin hat es sogar bis nach Japan geschafft und ziert einen Artikel der EpochTimes.jp (japanische Ausgabe eines chinesischen Online-Magazins) über den ungewöhnlich kalten Dezember 2010 in Europa.

epochtimes_jp_ausschnitt

Besonders schön gefällt mir die Bildunterschrift, die übersetzt etwa lautet “DDR Hauptstraße war mit Schnee bedeckt”. Is ja man grade 20 Jahre her…
Die Übersetzung verraten mir natürlich nicht meine nicht vorhandenen Japanisch-Kenntnisse, sondern der Google-Translator (japanischen Artikel in der deutschen “Übersetzung” ansehen)…

Und, last but not least: Ich bin in der taz. die tageszeitung titelte am 16.12.2010 in ihrer Serie zum Schillerkiez in Berlin-Neukölln Wer bestellt das Feld? und nutzt als Illsutration mein Foto vom Tempelhofer Feld, das gerade mal zwei Wochen vorher aufgenommen worden ist.

Hier mein Photostream auf Flickr

22. Juli 2010

Note to self

Vor einem Jahr lag ich um diese Zeit im Bett und konnte mich vor Schmerzen nicht rühren. Seitdem gab es ein paar kleinere Schmerzattacken, meist verhärtete Muskeln. Ich bin in den letzten Jahren exterm empfindlich gegen Zugluft geworden - und das, wo ich Wind so liebe!

Im Frühjahr habe ich wieder begonnen, regelmäßig morgens laufen zu gehen. Seit Ende Juni pausiere ich aber, weil es zu heiß ist und mein Kreislauf da nicht mitmacht. Aber der Rücken ist viel stärker geworden dadurch - und der Seele tut es auch gut. Vor allem habe ich insgesamt viel mehr Energie, auch wenn ich morgens nur eine Viertelstunde laufe.

Durch kleine Veränderungen lässt sich viel bewegen - durch ein wenig Bewegung lässt sich viel verändern.

Ich bin dankbar.

12. Juli 2009

Feuerzauber: Pyromusikale in Berlin

Der Mann hat in seiner Jugend viel Erfahrung mit UnkrautEx und Zucker gesammelt, und so ist kein Feuerwerk vor ihm sicher. Da war die erstmalig in Berlin stattfindende Pyromusikale natürlich ein Muss.

Nun, ich mag Feuerwerk auch, und nachdem ich vor kurzem die Funktion “Schnelle Bilderserie” bei meiner Digitalkamera entdeckt habe, kann ich erstmals sogar vernünftige Feuerwerks-Fotos machen - also los, zum Flughafen Tempelhof.

An den ersten beiden Abenden haben wir wegen anderer Termine nur die Geräuschkulisse “genossen” (die Kanonenschläge erzeugen in Kreuzberger und Neuköllner Hinterhöfen ganz wunderbare Echos und Soundeffekte), aber am letzten Tag sollte es ja sogar vier Feuerwerke geben, da mussten wir also hin!

Tolle Eindrücke am letzten Tag

Mit vielen anderen Feuerwerksbegeisterten schauten wir uns das Spektakel vom Columbiadamm aus an. Das war natürlich nicht ganz so spektakulär wie die Frontalansicht vom Gelände; da wir das Feuerwerk aber praktisch direkt von der Seite sahen, konnte man gut erkennen, wie die einzelnen Figuren mit Elementen in verschiedener Höhe aufgebaut wurden.

Nun, es war natürlich GANZ GROSSARTIG! Ich wundere mich selbst immer, dass Feuerwerke so unterschiedlich sein können, und es ist spannend zu sehen, wie Feuerwerkskünstler mit den vorhandenen Möglichkeiten immer neue “Choreographien” erstellen, aber auch ständig neue Effekte entwickeln.

Jeder Beitrag hatte etwas Neues zu bieten, das uns besonders aufgefallen ist: Beim Spanier Francisco Martínez Gomis und seinem Focs d´Artifici Europlá Team waren es die farbenfrohen Feuerwerkskörper, die in allen Farben gleichzeitig leuchteten - so viele Grün-, Violett- und Gelbtöne auf einmal in einem Feuerwerkskörper hatten wir noch nie gesehen.

Pyromusikale 2009 in Berlin - www.pyromusikale.de
Bonbonbuntes Feuerwerk von Francisco Martínez Gomis

Der Kanadier Alain Carbonneau und das Apogée Team arbeiteten viel mit Fontänen, mit Rot-, Violett- und Blautönen sowie mit ringförmigen Figuren - hier entstanden Blütenbuketts und saturnartige Planeten. Gut gefallen haben mir auch die grünen “Bälle”, aus deren Innern gold-glitzernde “Kometen” flogen, die einen Ring bildeten, aus dessen Zentrum dann wieder ein grüner “Ball” erstand…

Pyromusikale 2009 in Berlin - www.pyromusikale.de
“Spacige” Figuren des Kanadiers Alain Carbonneau

Am meisten hat uns der chinesische Beitrag von Liuyang Dancing Fireworks beeindruckt, die auch die Eröffnungs- und Abschluss-Feuerwerke der Olympischen Spiele 2008 in Peking gestaltet haben. Die Dramaturgie wirkte selbst aus unserem Blickwinkel sehr abwechslungsreich und phantasievoll, und es wurden viele uns bisher unbekannte Effekte eingesetzt, zum Beipsiel riesige golden glitzernde Wolken, die wie in Zeitlupe zu Boden sanken. Schön waren auch die Bilder aus verschiedenen Rot- und Rosatönen und die vielfarbigen Kugeln sowie der reichliche Einsatz von Goldregen-Fontänen.

Pyromusikale 2009 in Berlin - www.pyromusikale.de
Das chinesische Ensemble Liuyang Dancing Fireworks hatte viel Rot und Gold im Einsatz

Zum Abschluss durfte dann nochmal der Veranstalter Hans-Georg Kehse zur Tat schreiten. Er konnte, zumindest aus unserem Blickwinkel, nicht mit den Chinesen mithalten, hat aber ein wunderschönes Finale mit großen “Feuerbällen” gestaltet, die wie Farbwechsler in bis zu sechs Farben nacheinander leuchteten.

Pyromusikale 2009 in Berlin - www.pyromusikale.de
Feuerblumen vom Veranstalter Kehse

Weitere Fotos von diesem und anderen Feuerwerken gibt es in meinem Flickr-Account.

Zweifelhafter Umgang mit Hobbyfotografen

Was mir ein wenig bitter aufstößt, ist die restriktive Bildpolitik der Pyromusikale-Veranstalter. Laut Hinweis auf der Homepage dürfen sämtliche Foto- und Filmaufnahmen nur zu privaten Zwecken verwendet werden, und auch dies nur mit strikten Auflagen:

  • Jedes Foto, das irgendwo im Internet veröffentlicht wird (private Homepage, Foto- und Video-Plattformen), MUSS den Hinweis “Pyromusikale 2009″ und ein Link auf die Website enthalten (Die Bildunterschrift “Schönes Feuerwerk in Berlin” ist demnach bereits ein Verstoß gegen die Regeln)
  • Die längste Seite des derart veröffentlichten Fotos darf maximal 640 Pixel betragen, wobei man sich hier selbst widerspricht, denn später heißt es, der “Upload von Fotos größer als 600 x 800 Pixel” sei nicht gestattet
  • Die Verwendung der Fotos auf kommerziellen Websites oder in Werbematerial jeder Art ist untersagt

Das alles kann ich mit viel gutem Willen noch nachvollziehen, ganz weit aus dem Fenster lehnen sich die Veranstalter allerdings mit Forderungen wie

  • DVDs, “die Sie im Bekanntenkreis verschenken”, müssen die Kennzeichnung “Pyromusikale 2009″ tragen
  • Die “Verwendung von Fotos oder Videos - auch rein privat - OHNE Hinweis auf PYROMUSIKALE und OHNE Nennung unserer Web-Adresse” sei “nicht erlaubt”

HALLO?!

Ein bißchen Angst machen möchte man dem unbedarften Hobby-Fotografen dann auch noch, indem man androht,

“eine Agentur zu beauftragen, die sich darauf spezialisiert hat, Urheberrechtsverletzungen im Internet aufzuspüren, abzumahnen und Schadensersatzforderungen durchzusetzen.
Konkret heißt das: wer PYROMUSIKALE-Material vorsätzlich oder aus Unwissenheit in verbotener Weise (siehe oben) publiziert, kann mit Kosten für Anwalt und Schadensersatz zwischen 500 und 2500 Euro rechnen.”

Hier wurde man offensichtlich schlecht beraten, daher nur mal zur Klarstellung:

  1. Die Kostenerstattungsansprüche für Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzung sind bei Privatleuten ohne Geschäftsinteresse seit 1.9.2008 auf maximal 100,00 Euro begrenzt (Gesetz zur Umsetzung der EU-
    Durchsetzungs-Richtlinie
    (2004/48/EG)).
  2. Sorry Leute, aber was ich mit meinen Fotos in meinem Privatleben mache, wem ich die schenke und in welcher Form, darauf habt Ihr nun wirklich keinen Einfluss!
    Und ein nachweisbarer wirtschaftlicher Schaden entsteht Euch dadurch wohl auch nicht.

Das Berlinfreunde-Blog befolgt in seinem Beitrag Pyromane in Tempelhof die Anweisungen übrigens vorbildlich und mit einem Augenzwinkern, indem unter allen Fotos (auch denen von endlosen Schlangen vor Toiletten oder Getränkeständen) der Hinweis ” Mit freundlicher Genehmigung von Pyromusikale” nicht fehlt. Hut ab!

Einen Beitrag zum zweiten Abend (gesehen von der Oderstraße), versehen mit maximal 640 Pixel breiten Fotos, hat Creezy verfasst: Naherholungsgebiet.

PS: Wer eines meiner “Feuerwerk in Berlin”-Fotos in höherer Auflösung als privates Geschenk erhalten möchte, der melde sich bei mir…

11. Juli 2009

Józef Czapski und die “Kultura” - ein Filmabend

Gestern war ich mit dem Mann auf Einladung von Lore Ditzen bei der Aufführung ihres Films “Das Zeugnis des Joseph Czapski” (1981) im Dokumentationszentrum Berliner Mauer in der Brunnenstraße.

Der Abend stand unter dem Motto “Eine Legende: die polnische Exilzeitschrift Kultura und ihr Kreis”, und nach dem Film gab es eine sehr interessante und kenntnisreiche Einführung in die Geschichte und Arbeitsbedingungen der “Kultura” von Basil Kerski, Journalist, Politikwissenschaftler und Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins DIALOG.

Jozef Czapski: Selbstporträt, 1949

Józef Czapski: Selbstporträt, 1949

Józef Czapski (1896-1993) stammte aus der österreichisch-polnischen Adelsfamilie Hutten-Czapski und war Maler, Schriftsteller und Offizier der Polnischen Armee im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Er war 1941 damit beauftragt worden, das Schicksal polnischer Offiziere aufzudecken, die in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern verschwunden waren, und stieß dabei auf die Spuren des Massakers von Katyn.

Mit den Resten der Polnischen Armee gelangte er 1942 über Turkestan, Iran, Irak, Palästina und Ägypten nach Italien und ließ sich 1945 in Paris nieder, wo er ab 1947 an der von Jerzy Giedroyc gegründeten Exilzeitschrift “Kultura” mitarbeitete.

Giedroyc veröffentlichte in seinem Verlag “Instytut Literacki” (”Literarisches Institut”) neben der “Kultura” bedeutende Werke der polnischen Gegenwartsliteratur und bot vielen Autoren erstmalig die Möglichkeit der Veröffentlichung ihrer Werke, die in Polen nicht möglich war, darunter CzesÅ‚aw MiÅ‚osz, Witold Gombrowicz, Marek HÅ‚asko, Andrzej Bobkowski oder Jerzy Stempowski.

Giedroyc und die “Kultura” nahmen direkt und indirekt Einfluss auf die sich herausbildende demokratische Opposition in Polen und seinen Nachbarländern:

Das Ideal des Kreises um Jerzy Giedroyc war ein unabhängiges, demokratisches Polen, das Demokratie und Unabhängigkeit auch für seine östlichen Nachbarn - die Ukraine, Weißrußland und die baltischen Staaten - voraussetzte. Die „Kultura” erstrebte für die mitteleuropäischen Länder und ihre östlichen Nachbarn eine freiheitliche Zukunft in Europa jenseits von Kommunismus und Nationalismus - zu einer Zeit, als dies völlig unrealisierbar schien.
(aus der Einladung zur Veranstaltung)

Mit dem Tod Giedroycs im Jahre 2000 stellte auch die “Kultura” ihr Erscheinen ein. Sein Verlag besteht noch und gibt weiterhin Bücher und die “Zeszyty Historyczne” (”Historische Hefte”) heraus.

1981 besuchte die Berliner Publizistin Lore Ditzen, damals Kulturredakteurin beim SFB, Józef Czapski in Paris und drehte ein eindringliches Porträt dieses großartigen Künstlers, Pazifisten und Menschen.

Leider ist die Arbeit der “Kultura” wie die Werke vieler polnischer Autoren in Deutschland nach wie vor selbst bei Literaturinteressierten relativ unbekannt, selbst in der deutschsprachigen Wikipedia fehlen Beiträge zu Czapski, Giedroyc und anderen.
In Anbetracht der Tatsache, dass es sowohl englische wie polnische Beiträge gibt, mache ich mich vielleicht an eine Übersetzung - damit diese Leistung nicht vergessen wird.