Lieber Hans,
ich hoffe, Du sitzt dort oben auf Deiner Wolke und ärgerst Dich nicht zu sehr über das, was hier unten so passiert. Stoff für Deine Cartoons müsstest Du eigentlich gerade mehr als genug haben…
Heute ist es nun tatsächlich 75 Jahre her, dass Du in Breslau geboren wurdest. Erinnern kannst Du Dich daran wohl nicht, denn Du warst ja noch klein, als Deine Eltern 1945 gen Westen fliehen mussten. In Berlin hast Du Deine Wohn-Heimat gefunden, in Irland Deine Wahl-Heimat. Und das nicht nur wegen des Whiskeys, dem Du leider immer ein bisschen zu gern zugesprochen hast.
Dein Tod vor zehn Jahren ist mir immer noch unbegreiflich, und bis heute ertappe ich mich von Zeit zu Zeit bei dem Gedanken: “Was Hans wohl dazu zeichnen würde?”
Ich danke Dir, dass Du so ein wundervoller Mensch und den Menschen in Deiner Nähe ein unvergleichlicher Freund warst. Es war Dir immer ein Anliegen, alle Menschen in Deiner Umgebung zum Lachen zu bringen – auch wenn Dir selbst wohl oft zum Weinen zumute war. Du schrecktest in Wort und Bild vor keinem geschmacklosen Witz zurück, warfst dabei aber immer einen zutiefst verständnisvollen Blick auf menschliche Schwächen und Macken. Du warst nie verbittert oder zynisch – im Gegenteil, einen liebevolleren und gütigeren Menschen als Dich habe ich nie kennegelernt. Dein „My Goodness!“ in allen Lebenslagen werde ich nie vergessen
Heute trinke ich auf Dein Wohl (natürlich Whisky) und kann Dir versichern: Du wirst hier unten immer noch geliebt und bleibst unvergessen!

© Sopi
Slainte, Hans!
Foto: privat (Adam Smolinski), August 2003
Vom Datenkraken Google kann man halten, was man will, aber wie kann man sonst mal eben kostenlos das Solomon R. Guggenheim Museum besichtigen, ohne nach New York zu fliegen?
Hier geht’s:

Am Wochenende schon was vor?
“Angst ist ein schlechter Ratgeber. Unsere Vorsätze für 2016: Weniger Angst haben – mehr Wissen.
Eine Gruppe bekannter deutscher Zeichner hat sich zusammen getan, um die Top15 der Besorgten-Bürger-Ängste zu illustrieren -
und mit Fakten zu entkräften…”

In Relation zur Einwohnerzahl kommen in Deutschland auf 1.000 Menschen 2,5 Flüchtlinge. In Schweden sind es 8,5. Außerdem werden in Schweden mehr Asylanträge angenommen: Etwa zwei Drittel, in Deutschland nur etwa ein Drittel. (Zahlen von 2014)
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Der diffamierende Begriff „Wirtschaftsflüchtling“ wird oft auf Asylsuchende vom Balkan verwendet, in der Annahme, sie würden bei uns lediglich ein besseres Leben suchen. Viele Roma vom Balkan werden allerdings in ihren Herkunftsländern diskriminiert. In Deutschland haben sie kaum Chancen auf Asyl. Anders etwa in der Schweiz: Dort bekommen 40 Prozent der Flüchtlinge vom Balkan Asyl.

Eine großartige Initiative und ein kleiner Lichtblick in diesen Zeiten der Verunsicherung, Demagogie und Hetze.
Angst ist ein schlechter Ratgeber!
Hier gibt’s noch mehr davon:
Update 17.11.2019:
Ich wurde darauf hingewiesen, dass einzelne Rundgänge nicht (mehr) funktionieren.
Auf der Website des Vatikan gibt es eine Übersichtsseite mit virtuellen Rundgängen: Papstbasiliken und Papstkapellen
Derzeit (November 2019) funktioniert nur der Rundgang durch die Redemptoris Mater Kapelle
[Ende Update]
Der Vatikan bietet auf seiner Homepage einen virtuellen Rundgang durch verschiedene Kirchen, darunter den Petersdom und die Sixtinische Kapelle an:
Zur Darstellung ist lediglich das Flash-Plugin notwendig.
Mit Hilfe der Maus kann man sich durch die Räumlichkeiten bewegen und Details der Decken, Wände und Fußböden näher heranzoomen.
Besonders Spaß macht das Ganze auf einem einigermaßen flotten Rechner und mit einem großen Monitor.
Wie entstanden diese virtuellen Rundgänge?
Ein Team von Studenten und Mitarbeitern der Villanova University in Pennsylvania (USA) hat jeweils tausende Fotos gemacht und sie in monatelanger Kleinarbeit zu einem 360°-Panorama zusammengefügt.
Die Aufnahmen wurden mit einer digitalen 21-Megapixel-Kamera gemacht, die auf einem Stativ befestigt war. Die Kamera wurde in 180°-Bögen auf und ab bewegt, wobei jeweils 30 Aufnahmen gemacht wurden. Dann wurde die Kamera ein wenig horizontal gedreht und weitere 30 Aufnahmen in einem 180° Bogen auf- und abwärts gemacht. So wurde fortgefahren, bis man die Kamera an einem Standpunkt einmal um sich selbst gedreht und jeweils 90° nach oben und 90° nach unten geschwenkt hatte.
Die Drehs und Schwenks erfolgten durch einen batteriebetriebenen Antrieb, um möglichst exakt vorgehen zu können.
Allein im Petersdom wurden so an zwei Tagen von 12 verschiedenen Standpunkten aus tausende Fotos gemacht.
Das Fotografieren war jedoch der kleinste Teil der Arbeit: In monatelanger Kleinarbeit wurden die einzelnen Fotos bearbeitet, farblich aneinander angepasst, Verzerrungen entfernt und schließlich zu einem 360°-Panorama zusammengefügt.
Die Erstellung der virtuellen Rundgänge wird aus einer Spende eines ehemaligen Absolventen der Villanova University finanziert. Die Universität selbst ist eine Römisch-Katholische Institution.
Weitere Informationen:
Die Torten, Pizzas, Hähnchen und Salate, die Stéphanie Kilgast herstellt, lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Satt werden würde man davon allerdings nicht, denn es handelt sich um meisterliche Miniaturen aus Modelliermasse.



Die junge Französin arbeitet mit Skalpellen, Zahnstochern und Rasierklingen und stellt neben originalgetreuen Essminiaturen im Maßstab 1:12 oder 1:6 für Puppenhäuser und Kaufmannsläden auch Schmuck für Naschkatzen her – garantiert zuckerfrei!



Mittlerweile lebt Stéphanie Kilgast von ihren Miniaturen und betreibt eine kleine Firma namens “PetitPlat” (auf Deutsch etwa “Schälchen”). Kaufen kann man die kleinen Kostbarkeiten auch, zum Beispiel hier: PetitPlat Food Art bei DaWanda, und auf Wunsch werden auch spezielle Entwürfe angefertigt.





Bildnachweis: Alle Fotos auf dieser Seite stammen von Stéphanie Kilgast und werden unter CC BY-NC-ND 2.0 via Flickr eingebunden.