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Frohet Neuet!

Hoffe, allseits jut’n Rutsch jehab ssu ham und wünsche allet jute fürs neue Jahr!

Silvester 2016 in Kreuzberg (Blick aus meinem Fenster):

Privates Silvesterfeuerwerk in Berlin-Kreuzberg

 

Silvesterfeuerwerk in Berlin-Kreuzberg

 

Start einer Silvesterrakete in Berlin-Kreuzberg

 

Silvesterrakete in Berlin-Kreuzberg

 

Explodierende Silvesterrakete in Berlin-Kreuzberg

 

Silvesterfeuerwerk in Kreuzberg

Gut, dass es vorbei ist: Rückblick 2014

Bilanz 2014:

  • 3 Todesfälle im Januar, Februar und April und die damit verbundenen Aufgaben rauben mir alle Kraft und reißen arbeitsmäßig ein Riesenloch
  • Nach dem Tod der Schwiegermutter muss entschieden werden, was aus dem Haus wird. Wir werden wohl versuchen, es zu erstmal zu halten.
  • Mehrere Kurzaufenthalte im Rheinland und in Bayern bei der Schwägerin.
  • Im Mai bekommt meine Mutter eine künstliche Hüfte. Ich betreue sie danach noch eine Zeit in ihrer Wohnung (Einkäufe, Hausarbeit, Arztbesuche…)
  • In der zweiten Jahreshälfte versuche ich, liegengebliebene Kundenprojekte fertig zu machen und das Laufende zu erledigen.
  • Spätestens ab Oktober gehe ich auf dem Zahnfleisch. Burn-Out droht aus Überlastung und permanentem Stress und Druck.
  • Im Dezember ziehe ich die Reißleine und vertage einige Kundenprojekte auf Januar. Es geht nicht mehr.
  • 5 Tage vor Weihnachten stolpert meine Mutter beim Weihnachtsshopping und  fällt auf ihre vor 10 Jahren operierte Hüfte. Es folgen 6 Stunden in einer völlig überlasteten Notaufnahme, um Röntgenbilder und eine Abklärung zu bekommen, ob die Hüfte Schaden genommen hat. Es ist Freitag Nachmittag, wir haben also keine andere Chance, um Gewissheit zu erhalten. Da sie nur schlecht gehen kann, fahre ich vor Weihnachten nochmal hin, um Einkäufe zu erledigen. Damit ist meine eigene Weihnachtsplanung natürlich zum Teufel.
  • Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester verbringe ich mit einem Buch im Sessel oder im Bett. Nichts geht mehr. Und vor dem Januar graust mir, weil so viel liegengeblieben ist…

Jahresrückblick-Fragebogen:

Haare länger oder kürzer?
Seit der Beerdigung der Schwiegermutter im Mai recht kurz. Und etwas asymmetrisch schräg über den Kopf gekämmt.

Mehr Geld oder weniger?
Es sollte eigentlich mehr sein, weil die Auftragslage ganz gut war. Da ich einiges an Arbeit aufs nächste Jahr verschieben musste und durch die Todesfälle auch mehr Ausgaben hatte, ist es jedoch etwa gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, allerdings nicht immer ganz freiwillig.

Mehr bewegt oder weniger?
Körperliche Bewegung: viel weniger. Im Sinne von “Dinge bewegt”: Extrem viel mehr. Zwangsweise.

Der hirnrissigste Plan?
Die Idee am Jahresanfang: Dieses Jahr mal traditionell Urlaub machen. Hat dann ja auch nicht geklappt.

Die gefährlichste Unternehmung?
“Gefährlich” ist das falsche Wort, aber ich habe ein, zwei Kundenprojekte gemacht, die sehr riskant waren und extrem hätten schiefgehen können. Sind sie zum Glück nicht.

Die teuerste Anschaffung?
Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber die Entscheidung schon getroffen: Wir kaufen gemeinsam den Anteil der Schwägerin am Haus der Schwiegermutter. Zwar in Raten, aber alles in allem wird das die teuerste “Anschaffung” meines Lebens.

Das leckerste Essen?
Quinoa. Kannte ich bisher nicht und finde ich ausgesprochen lecker. Ansonsten: Selbst geräucherter Fisch.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe in diesem Jahr vorwiegend “Lesefutter” zu mir genommen. Krimis, Thriller, solche Sachen. Alles auf Englisch. Sehr beeindruckt hat mich allerdings “We Need to Talk About Kevin” von Lionel Shriver (deutsch: Wir müssen über Kevin reden). Es ist gut geschrieben, eine unfassbare Geschichte und hat eine überraschende Wendung am Ende. Rundum ein großartiges Buch.

Der ergreifendste Film?
Kein Spielfilm, aber einige Dokumentationen haben mich berührt oder wütend gemacht. Zum Beispiel “Schweig, Verräter!” über Whistleblower. Dokumentationen über die Hintergründe der Finanzkrise 2008, über die Geschichte des Afghanistan-Krieges, über Fracking oder die “Dämmungslüge”.

Die beste Musik?
Die hilfreichste Musik: Andy M. Stewart. Die traurigste Musik: “Das gibt’s nur einmal”, gesungen von Lilian Harvey.

Das schönste Konzert?
Kein Live-Konzert dieses Jahr. Ein paar schöne Sachen beim Moers Jazz Festival (online im ARTE-Stream verfolgt).

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeit.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Lesen und Schlafen.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Das jetzt auch noch?!

2014 zum ersten Mal getan?
Eine Entscheidung über Leben und Tod getroffen. Mit allen Konsequenzen. Allein.

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Viel und ausdauernd geweint.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Der Tod von HD. Der Tod von C. Der Tod von HK.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich es mit dem Hauskauf ernst meine und grundsätzlich bereit bin, irgendwann von Berlin wegzuziehen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dem Hauskauf zuzustimmen und den Mann bei seinem Wunsch zu unterstützen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Kunden, die Verständnis für meine Situation gezeigt haben und unendlich viel Geduld hatten. Danke!!!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich hab Dich lieb.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Lass uns das machen.

2014 war mit einem Wort …?
Scheiße.

 

Auf ein Neues – es kann nur besser werden.

Frohes Neues!

Happy new year!

Ich wünsche Euch allen – je nach Gusto – ein fröhliches, erfolgreiches, gesundes, gesegnetes neues Jahr!

Mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen!

 

Kaffee-Lust

Wir unterbrechen das laufende Programm für eines meiner Lieblingsthemen: Kaffee. Roberto Müller macht eine Blog-Parade zum Thema “Der Kaffee am Morgen“, und da gebe ich gerne meinen Senf, äh Kaffee, dazu:

1. Kochst du morgens bewusst Kaffee oder weil es einfach dazu gehört?

Bewusst, denn es ist nach dem Gang ins Badezimmer die erste Aktivität am Morgen und hilft mir, zu mir zu kommen. Es sind einige Arbeitsschritte nötig, die zu meinem Morgenritual gehören: Espressokanne aufschrauben, Kaffeesatz vom Vortag entleeren, Kanne ausspülen, Mini-Kochplatte einschalten, Kaffee in die Kanne einfüllen, Kanne zuschrauben, Kaffee aufsetzen. Milchtopf mit Milch füllen und nach dem Kaffeekochen mit der Resthitze der Platte erwärmen.

Wenn dann Espresso und heiße Milch im Verhältnis 1:1 in meinem Latte-Macchiato-Glas dampfen und die Vorfreude auf den ersten Schluck ihren Höhepunkt erreicht (erinnert sich jemand an die Cappuccino-Szene in Ally McBeal?), ist der Morgen auf gutem Weg.

2. Kochst du normal in der Kaffeemaschine oder zum Beispiel mit einer French Press?

Ich koche mit einer sogenannten “Caffetiera”, einer italienischen Espressokanne aus Aluminium. Um Strom zu sparen, koche ich nicht auf dem E-Herd, sondern auf einer Mini-Kochplatte, auf die die Kanne genau draufpasst.

3. Marken-Kaffee oder No-Name vom Discounter?

Am liebsten Illy. Wenn das nicht geht, Lavazza oder Tchibo Espresso. Von Zeit zu Zeit Espresso-Bohnen von Aldi, die sehr viel besser sind als ihr Ruf. Immer Arabica.

4. Hast du eine Lieblingstasse? Wenn ja, würd ich gern ein Photo von ihr sehen :)

Ein Lieblingsglas, das ich ursprünglich mal für Caipirinha angeschafft habe:

Milchkaffee

5. Milch, Zucker oder schwarz?

Heiße Milch (nicht aufgeschäumt). Der Kaffee schmeckt dann schön sahnig und trotzdem kräftig. Und wach macht er allemal…