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Erlebnisse, Gedanken und Fundstücke

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Jahresrückblick 2017 in Stichpunkten

Zugenommen oder abgenommen?
Gleich. Mein Gewicht schwankt im Montasverlauf immer um ein bis zwei Kilo nach oben und unten, und mein Körper hat sich momentan wieder auf einem Level eingependelt, das ohne einschneidende Maßnahmen nicht zu ändern ist.

Haare länger oder kürzer?
Länger. Ich hatte dieses Jahr überhaupt keine Lust auf Friseur. Friseurbesuche sind mir ohnehin sehr unangenehm, und außerdem finde ich keine Frisur, die mir gefällt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Der Nahbereich, in dem ich gut sehe, wird kleiner. Ich kann immer noch gut mikroskopisch kleine Schrift lesen, und in der Ferne habe ich nie gut gesehen, aber die Distanz, wo ich ohne Probleme Details erkennen kann, wird geringer.

Mehr bewegt oder weniger?
Mich selbst: eher weniger. In K. bewege ich mich automatisch mehr, weil es den ganzen Tag die Treppen hoch und runter geht und schon ein kleiner Spaziergang immer auch Steigungen beinhaltet. In B. muss ich mich zeitweise zwingen, überhaupt jeden Tag das Haus zu verlassen.
Dinge bewegt habe ich einige: Viel Erde (beim Wurzelausgraben), viele Projekte für Kunden, die Klärung von Beziehungen zu bestimmten Menschen in meinem Umfeld.

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr reingekommen und mehr rausgegangen, insgesamt also ungewfähr gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Zum Teil, weil vor allem Lebensmitteleinkäufe immer teurer werden, zum Teil weil ich gern geld für Besonderes ausgebe, wenn welches übrig ist: für kleine Geschenke, fürs Essengehen, für ein Extra nebenbei.

Der hirnrissigste Plan?
Zu glauben, man könne die Wurzel einer 30-jährigen Zypresse mal so eben an ein paar Tagen ausgraben.

Die gefährlichste Unternehmung?
Gefahr für Leib und Leben vermeide ich nach Möglichkeit. Es war ein gewisses Risiko, jemanden so nahe an mich heranzulassen, dass er die Möglichkeit gehabt hätte, mir (zumindest geschäftlich) wirklich zu schaden, aber ich habe das recht gut überwacht und kontrolliert und hätte wahrscheinlich im Fall der Fälle rechtzeitig die Notbremse ziehen und den Schaden begrenzen können.

Die teuerste Anschaffung?
Keine einzelne Sache; die höchsten Kosten verursacht nach wie vor das Haus durch Kreditraten, laufende Kosten und Fahrtkosten.

Das leckerste Essen?
Nach langer Zeit mal wieder ein richtiger Sauerbraten, wie er sein muss. Ansonsten: Das Geburtstagsessen mit M. in Winningen.

Das beeindruckendste Buch?
Nicht Herausragendes, nur ein paar Perlen in meiner Junk-Food-Lektüre: Die Südstaaten-Krimis von Greg Iles, z.B. “Natchez Burning” (beruht auf wahren Begebenheiten) und die politischen Krimis von Taavi Soininvaara.

Das enttäuschendste Buch?
Ich hatte an kein Buch so große Erwartungen, dass es mich hätte enttäuschen können. Und wenn mich ein Buch nach ein paar Seiten schon anödet oder nervt, lese ich es halt nicht weiter.

Der ergreifendste Film?
Sehr beeindruckend fand ich die Dokus “Mein Vater, der Außerirdische” von Einari Paakkanen und “I Pay for Your Story” von Lech Kowalski.

Die beste Serie?
Ich liebe die Miniserien bei ARTE: “Peaky Blinders”, “Blutsbande”, “Fatale-Station” (“Unerwünscht”), “Top of the Lake”…

Die beste Musik?
Michael Nyman, immer wieder.

Das schönste Konzert?
Nur ein Konzert, gleich im Januar: Defunkt

Das beste Theater?
Kein Theater, kein Musical, keine Bühne.

Die interessanteste Ausstellung?
Unbestritten “Franz Kafka. Der ganze Prozess.” im Berliner Martin-Gropius-Bau. Nur durch eine (Panzer-)Glasscheibe vom Original getrennt, das Der Meister einst selbst in Händen gehalten hatte… :-)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeit. Nachdenken über Arbeit, reden über Arbeit, Arbeit planen und ausführen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Wurzelausgraben. Ich habe lange nichts mehr gemacht, was mir so entsprochen hat: dieses meditative Freilegen von Schicht auf Schicht, dieses Forschen, Erkunden, Entdecken. Großartig.
Und: Bahnfahren in der Ersten Klasse. Das hat mir die kindliche Freude am Zugfahren zurückgebracht.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
“Was, so lange ist das schon wieder her?!”

2017 zum ersten Mal getan?
Eine Sache, die ich wirklich gerne mache bis aufs Blut gegen “Hilfsangebote” von außen verteidigt, weil es anderen zu langsam geht.
Und: Eine künstlerische Arbeit in Auftrag gegeben.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
In der Bahn Erster Klasse gefahren (das letzte Mal war 1992 in der Transsib).

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Von einer Minute auf die andere mit einem lebensbedrohlichen gesundheitlichen Notfall im nächsten familiären Umfeld betroffen sein.
Den entzündeten Zahn.
Migräne.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich selbst, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich mein eigenes Leben lebe und auch von anderen erwarte, selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dass ich auch im größten Stress darauf bestanden habe, dass bestimmte Sachen “richtig” gemacht werden und wir es uns “schön” machen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mir das Gefühl zu vermitteln, angekommen und aufgenommen zu sein.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir kriegen das hin.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich bin froh, dass Du da bist.

Der schlimmste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
B. ist gestorben.

Der schlimmste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Wenn wir nicht verwandt wären, hätten wir doch nichts miteinander zu tun – wir mögen uns nicht mal.

Besseren Job oder schlechteren?
Derselbe Job, aber besser. Nettere Kunden, interessantere Projekte, spannende Möglichkeiten.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Distanz zu gewissen Menschen und ihren Zumutungen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Wer zählt das denn? Richtig krank war ich sowieso selten. Gut, die eine oder andere Grippe, Zahnprobleme, Migräneanfälle, Wechseljahresbeschwerden, stressbedingte Ausfälle und andere Malaisen.
Schlimmer waren die Erkrankungen in meinem Umfeld: die Augen-OPs, das Aortenaneurysma, der Krebs.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Zahn. Und eben die schlimmen Dinge von anderen.

Dein Wort des Jahres?
Hipster-Bashing

Dein Unwort des Jahres?
‘Änderungswünsche’ – weil: “Nee, können wir das jetzt nicht Bitte. Endlich. abschließen?!”

Dein Lieblingsblog des Jahres?
fortlaufend von André Spiegel. Weil er es schafft, mit wenigen Sätzen äußere Stimmung und innere Verfasstheit auf den Punkt zu bringen, und das täglich.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Mehr Freizeit bei mindestens gleichbleibendem Einkommen.
Dazu werde ich Entlastung suchen, und mein Wunsch ist, dass ich hierfür den/die passenden Menschen finde.

2017 war mit einem Wort…?
Zu kurz.

Vorsätze für 2018?
Weiter so und noch besser :-)
Konkret:
Mehr bewegen.
Mehr soziale Kontakte.
Mehr Neugierde.
Mehr Geduld und Nachsicht.

2016
2014

Right Now – Bestandsaufnahme 2017

Ich lese… Krimis, Krimis, Krimis. Mittlerweile vorwiegend auf Deutsch, weil ich da vor einiger Zeit einen Batzen e-Books geschenkt bekommen habe. Für “anspruchsvolle” Literatur fehlt mir die Kraft, je nach Thema beschäftigt die mich dann so stark, dass ich nur noch ans Weiterlesen denke und anderes Wichtiges liegenbleibt. Mittlerweile lege ich sogar eine Runde “Lese-Fasten” ein, wenn es mit der Produktivität bei der Arbeit hapert. Nur wissenschaftliche Texte (etwa zu historischen Themen) gehen immer…

Ich trage…, wo ich gehe, stets ein Gedicht bei mir. Heinz Erhardt. Wie sich solche Dinge festsetzen…

Ich habe… zu viel Zeug. Immer noch. Aber: Viele Kisten stehen schon zur Abholung gepackt, ich muss nur noch dem Trödler Bescheid geben. Mit den Büchern ist es schwieriger. Auch die, die mich nicht mehr interessieren, sollen ein gutes Heim finden. Das macht mir zu schaffen: Ich kann sie nicht einfach als Altpapier ansehen, das verursacht mir körperliche Schmerzen.

Ich höre… schlechter. Obwohl ich eigentlich extrem geräuschempfindlich bin, muss ich mich in Gesprächen mehr anstrengen, vor allem wenn jemand leise spricht und mir nicht das Gesicht zuwendet. Erstaunlich, wieviel Gehörverlust man noch durch den Sehsinn ausgleichen kann, auch ohne direkt Lippen lesen zu können.

Ich trinke… immer weniger Alkohol. Habe einfach selten wirklich Appetit darauf, und weil ich inzwischen auch von wenig einen ausgewachsenen Kater bekomme und mir meine Zeit zu kostbar ist, um sie halbtot im Bett zu verbringen, bleibt es eben bei den gelegentlichen 2 Gläsern Wein zum Essen oder den 2 Radler an einem warmen Sommerabend. Selbst Whisky kommt nur noch ganz gelegentlich ins Glas, obwohl der mir nach wie vor die wenigsten Probleme bereitet.

Ich esse… immer noch zuviel. Ich achte auf die Kalorien, die ich zu mir nehme, aber es ist nach wie vor mehr als ich brauche, wenn auch nicht mehr so viel mehr wie noch vor einem oder zwei Jahren. Im Moment teste ich Mittags-Snacks, die den Heißhunger befriedigen (bzw. abfangen bevor er entsteht), ohne mich bleiern müde zu machen. Ich mache viel Kopfarbeit und brauche dann irgendwann Energie, Zucker, was weiß ich. Das schlägt sich halt auch auf den Hüften nieder…

Ich stehe… dazu. Zu dem, was ich gesagt oder getan habe. Zu dem, was ich bin. Zu dem, was ich unterlasse, obwohl ich etwas tun sollte. Es ist einfach. Es verlangt eine gewisse Bockigkeit gegenüber anderen Menschen: Wer bist Du, mich zu kritisieren? Räume erstmal Deinen eigenen Saustall auf. Lebe Dein Leben und kümmere Dich nicht um meins. Ich tus genauso.

Ich gehe… stramm und unaufhaltsam auf die 50 zu. Das macht mir keine Sorgen, ich schaue nur etwas verwundert auf die Zahl, die so gar nichts mit mir zu tun zu haben scheint. Ich habe sie bisher immer nur in Verbindung mit älteren Freunden und Freundinnen verwendet, und nun gehört sie bald auch zu mir. Schlimm finde ich das nicht, ich denke nicht, dass ich mit 52 ein wesentlich anderer Mensch sein werde als mit 48, zum Beispiel. Obwohl: Ich bin jetzt schon eine andere als vor 10 Jahren. Aber da es bisher immer besser geworden ist (größere mentale Unabhängigkeit, mehr Wissen, mehr Verständnis, mehr Selbstachtsamkeit), warum soll es nun auf einmal schlechter werden? Gut, der Körper lässt nach, aber ich bin ja noch keine 80, also was soll’s?

Ich lache… zu wenig. Ich weine auch weniger. Beides ist eigentlich für die Psychohygiene wichtig, und mir macht meine mangelnde Emotionalität manchmal etwas Bedenken. Wobei: Mangelhaft ist die nicht, die äußert sich nur eher in Wut oder Frustration statt in Fröhlich- oder Traurigkeit.

Ich sehe… so viel fern wie lange nicht. Liegt es am Herbst? Fast jeden Abend kommt ein guter Film oder eine interessante Doku, meist auf Arte, manchmal auch auf Phoenix oder One oder 3Sat. Wir sind jetzt 5 Monate ohne die Privaten und vermissen nichts. Im Gegenteil, es ist einfacher für mich, wenn ich nachmittags nicht “nur schnell eine Folge” Castle oder Shopping Queen anmachen kann.

Ich mag… so vieles an meinem Leben und meiner Welt. Auch wenn mich die Dinge aufregen, die die Menschen so veranstalten, es gibt so viel Schönes, für das es sich (für mich) zu leben lohnt. Ich bin für alles sehr dankbar…

Ich schreibe… seit einigen Wochen Unmengen. Tagebuch, Gedanken, Texte über alles mögliche, über das ich mir Gedanken mache. Nicht hier allerdings, es ist zu persönlich zum Veröffentlichen. Aber das Brausen im Kopf verlangt danach, befreit zu werden. Gedanken wollen raus und aufs Papier. Nur so kann ich im Kopf das Mindestmaß an Ordnung halten, das ich zum Arbeiten brauche.

Ich weiß… nicht, was ich möchte,

Ich möchte… nicht, was ich weiß – Ich muss die Reihenfolge der Begriffe ändern, sonst bleibe ich an dieser Stelle immer bei Blandine Ebinger hängen…

 

Idee gesehen bei der Kaltmamsell
Ältere Bestandsaufnahmen: 2016 | 2015

Jahresrückblick in Stichpunkten

Zugenommen oder abgenommen?
8 kg abgenommen! Und eins in der Adventszeit wieder zugenommen ;-)

Haare länger oder kürzer?
Etwas länger, weil ich mit der bisherigen Kurzhaarfrisur nicht mehr glücklich bin, aber nicht weiß, was ich sonst haben will. Also erstmal wachsen lassen, weil ich mir einbilde, dann kann man leichter etwas ganz Neues formen…

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wenn ich jemals den Unterschied begreifen würde… Ich sehe nach wie vor kleines Fummelzeug in der Nähe sehr gut und kann Sachen, die weiter weg sind schlechter erkennen. Allerdings ist die Distanz des Sehr-gut-Sehens von etwa Armlänge auf Armlänge minus Handlänge geschrumpft.

Mehr bewegt oder weniger?
Mich selbst: mehr. Allein durch den Aufenthalt in A., wo ich häufig Spaziergänge unternommen habe.
Andere Dinge: ebenfalls mehr, obwohl 2015 auch schon nicht schlecht war.

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr reingekommen, aber auch mehr rausgegangen; im Endeffekt habe ich also etwa gleich wenig zur Verfügung.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Hauptsächlich Kosten für A.

Der hirnrissigste Plan?
Ich fasse keine hirnrissigen Pläne. Ich bin Sternzeichen Jungfrau und Kontrollfreak – hirnrissige Pläne kann ich gar nicht ;-)
Na ja vielleicht die Idee, in A. zusätzlich zu einem vollen Arbeitstag den Haushalt UND den Garten UND regelmäßige Spaziergänge und Ausflüge UND soziale Aktivitäten stemmen zu wollen, mein Aktivitätslevel also um ungefähr 300% zu steigern.

Die gefährlichste Unternehmung?
In einer Konfliktsituation alle Karten auf den Tisch zu legen und ohne Ausflüchte oder Notlügen  vollumfänglich die Wahrheit zu sagen.
Es ist gut gegangen.

Die teuerste Anschaffung?
Anteil an einem kleinen Haus – mit einem Darlehen, an dem ich wohl abzahle, bis ich ins Altenheim ziehen muss.

Das leckerste Essen?
Die gemischte Lothringer Platte im La Marmite de l’Olivier in Metz. Auch wegen des Essens, aber vor allem wegen der Atmosphäre.

Das beeindruckendste Buch?
Stephen King: Der dunkle Turm. Wegen der Handlung, aber vor allem weil ich es beeindruckend finde, wie man über 30 Jahre und acht Bände eine derartig spannende Geschichte erzählen kann (die natürlich auch Längen und Schwächen hat, aber trotzdem).

Das enttäuschendste Buch?
Die Krimis von Camilla Läckberg. Sie wird in meiner Wahrnehmung ziemlich gehypt, aber ihr Schreibstil und ihre Figuren gefallen mir überhaupt nicht, vor allem die Frauen.

Der ergreifendste Film?
Ergreifende Filme schaue ich mir nicht mehr an, aber Ida hat mir sehr gut gefallen.

Die beste Musik?
Meine persönliche Neuentdeckung: Dissidenten. Da sie hauptsächlich in den 1980ern und 1990ern gewirkt haben, eher eine Wiederentdeckung, aber für mich neu.
Auch sehr schön: Ray Lema spielt 20 Jahre später nochmal sein komplettes Album “Green Light” (1996) für ARTE

Das beste Theater?
Ich mag kein Theater. Ich mag aber Filme, die eigentlich Theaterstücke oder Kammerspiele sind. In diesem Jahr vor allem: Venus im Pelz (2013), wo ich Mathieu Amalric für mich entdeckt habe, und Der Gott des Gemetzels (2011) mit einem großartigen Christoph Waltz. Lustigerweise beide von Polanski…

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeiten, Schlafen und Lesen. In dieser Reihenfolge.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Spazierengehen.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Freude.

2016 zum ersten Mal getan?
Mich wirklich richtig und dauerhaft verschuldet, um eine große Anschaffung zu tätigen.
Alleine in der Fremde in einem Haus mit Garten gelebt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
Regelmäßig Tagebuch geschrieben.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Den entzündeten Zahn.
Migräne.
3 Stunden Nasenbluten, wenn ich eigentlich was Schönes (und teures) unternehmen wollte.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ein Umzug ist möglich.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Weiß nicht. Ich habe einige gemacht, die ich für sehr gelungen hielt, aber das Feedback war so lala.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Vergebung.

2016 war mit einem Wort…?
Erlebnisreich.

Vorsätze für 2017?
Aufräumen: die Wohnung ausmisten und eine der letzten großen Baustellen in meinem Leben (BAR) in Ordnung bringen.
Weiter abnehmen.
Mehr verdienen.

Right Now – Bestandsaufnahme Ende 2016

Ich lese… nach wie vor täglich und viel. Im vergangenen Jahr viel von Stephen King und Isabel Allende oder Ljudmila Ulitzkaja, außerdem skandinavische Krimis. Jetzt auch wieder häufiger auf Deutsch, weil ich viele Titel als e-Books billig bekommen habe.

Ich trage… den Kopf hoch. Nicht aus Hochmut oder Arroganz, sondern aus Selbstbewusstsein und dem Wissen um den eigenen Wert als Mensch, als Frau, als was auch immer.

Ich habe… weniger Angst – vor sozialem Versagen, meine Meinung zu äußern, zu meinen Schwächen zu stehen, Fehler zuzugeben, Missstände zu benennen.

Ich höre… nach wie vor wenig Musik. Ich mag es nicht, bedudelt zu werden; andererseits ist mir “gute” Musik oft zu anstrengend, weil sie mich zu sehr beschäftigt und zu viel Kraft kostet.

Ich trinke… nach wie vor zu wenig, weil ich Durstgefühl mit Appetit auf Süßes verwechsle

Ich esse… bewusster und achte mehr auf den Kaloriengehalt von Lebensmitteln, seit mein Gewicht meine persönliche Schmerzgrenze überschritten hat.

Ich stehe… auf beiden Beinen im Leben, auch wenn die manchmal etwas wacklig werden, wenn zu viel los ist

Ich gehe… am liebsten überall hin zu Fuß. Dann sehe ich mehr.

Ich lache… wieder mehr, häufig innerlich. Ich lächle sehr oft, und häufig auch einfach fremde Menschen an.

Ich sehe… tote Menschen. Tue ich nicht, aber dieses Filmzitat ging mir dieses Jahr häufiger durch den Kopf. Vielleicht, weil ich selbst vom Tod so wenig berührt wurde, aber überall an die Toten meines Lebens erinnert wurde.

Ich mag… mein Leben im Moment sehr.

Ich schreibe… leider viel zu wenig, weil ich mehr arbeite und nach der Arbeit müde bin. Aber seit einem Jahr schreibe ich wieder regelmäßig Tagebuch, das hält den Kopf “sauber”.

Ich weiß… ich kann schaffen, was ich mir vornehme.

Ich möchte… noch einiges in meinem Leben verändern, vor allem die letzten Leichen aus dem Keller räumen (Ihr wisst, wer gemeint ist!)

 

Idee gesehen bei der Kaltmamsell
Letzte Bestandsaufnahme vom Oktober 2015 hier

Jahresrückblick 2016

Viele jammern ja im Moment, 2016 sei solch ein furchtbares Jahr gewesen.
Gut, (welt)politisch ist viel Mist passiert, aber auch nicht mehr oder Schlimmeres als sonst – uns sind nur einige Probleme näher auf die Pelle gerückt. Und bei anderen Entwicklungen kann man noch gar nicht absehen, welche Folgen sie haben, also auch nicht, ob all das Schlimme eintritt, was momentan befürchtet wird.

Dann die vielen prominenten Todesfälle. Sterben wirklich mehr “bedeutende” Menschen oder nur mehr Promis, die unsere Generation kennt? Wer heute zwischen 40 und 60 ist, dessen “Helden” sind halt zwischen 70 und scheintot – da ist es ja kein Wunder, wenn mit jedem verstorbenen Popsänger gleich tausend Erinnerungen an die eigene Jugendzeit wieder auftauchen.

Ich kann das alles also so nicht unterschreiben.

Für mich war 2016 insgesamt ein glückliches, ereignis- und arbeitsreiches Jahr:

Ich bin nun nach einigen Jahren Umstellung endlich in der Menopause, was für mich vor allem bedeutet, mehr Energie und bessere Laune zu haben und trotz Hitzewallungen und weniger und schlechtem Nachtschlaf tagsüber mehr zu schaffen :-)
Die Migräneanfälle kommen nun auch nicht mehr sechs- bis siebenmal im Jahr, sondern nur bei wirklich großem Stress – auch das eine Erleichterung. Andererseits ist meine Stresstoleranz gleichzeitig erheblich gesunken, und ich bin noch dabei, meine neuen (engeren) Grenzen auszuloten.

Ich habe in diesem Jahr viel Zeit allein in A. verbracht. Das hat mir sehr gut getan; ich genieße das Leben auf dem “Dorf”, die Natur, die netten Nachbarn, den Garten, die herrliche Umgebung. Ich bin in fünf Minuten im Wald und habe reichlich Spaziergänge unternommen und so viel Zeit wie möglich draußen verbracht. Ich habe Freunden geholfen, deren Keller bei Starkregen einen dreiviertel Meter unter Wasser stand. Ich habe am Dorfleben und seinen Festen teilgenommen, und ich habe viele neue Leute kennengelernt. Mittlerweile kann ich mir gut vorstellen, dort dauerhaft zu leben. :-)

Ich habe im April begonnen, meine Ernährung umzustellen und bis Oktober 8 kg abgenommen. Seitdem halte ich das Gewicht. Ich weiß jetzt, wie es (für mich) geht und will nächstes Jahr nochmal 15 kg runter bekommen.

Zum Glück gab es in diesem Jahr in meinem näheren Umfeld keine Krankheits- oder Todesfälle oder ähnliche Katastrophen; dafür bin ich sehr dankbar!

Arbeitsmäßig habe ich viel geschafft; ich habe 2016 an insgesamt 89 Projekten gearbeitet, davon waren 34 neu erstellte Websites. Aus 10 Angeboten ist (noch) nichts geworden, etwa die Hälfte davon wird aber im nächsten Jahr umgesetzt.

Ich ruhe mehr in mir, bin durchgehend besser gelaunt und setze nach außen hin früher und konsequenter Grenzen, wenn etwas über meine Kraft oder mir gegen den Strich geht. Ich bin ungeduldiger gegen Zeitfresser und Zeitverschwender und versuche meine Energie für die Dinge aufzusparen, die mir wichtig sind.
So hätte ich mich gerne die letzten 10 Jahre schon gefühlt… :-)