Musings

Erlebnisse, Gedanken und Fundstücke

Schwiegermütter-Beschnuppern in Koblenz

10 Tage mit dem Mann und der Mutter bei der Schwiegermutter in Koblenz…

Nun, die Mütter verstanden sich prächtig, Unstimmigkeiten gab es höchstens zwischen Müttern und “Kindern”, aber auch die wurden schnell beigelegt, und so wurde es ein runder Urlaub.

Für mich eher “Arbeitsurlaub”, denn einige Kundenprojekte brauchen momentan durchgehend Betreuung, aber es blieb auch Zeit für ein paar Ausflüge in die wunderschöne Umgebung (Rheintal! Moseltal! Lahntal! Luxemburg!).

Gleich am Ankunftstag (Freitag)  machten wir einen ersten Stadtrundgang durch die Koblenzer Innenstadt und genossen das milde Klima der Weinbauregion.

Tag 1: Koblenz

Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein gelegen blickt Koblenz auf mehr als 2.000 Jahre Geschichte und häufige kriegerische Auseinandersetzungen zurück.

Von der römischen und mittelalterlichen Geschichte ist in Koblenz nicht mehr viel zu spüren, dafür umso mehr von der neueren deutschen Geschichte, denn die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg zu 87% zerstört.

Zwar wurden herausragende Bauwerke nach dem Krieg wieder aufgebaut, aber das Stadtbild atmet nach wie vor das “Flair” der 1960er und 70er Jahre.

Anknüpfend an die Tradition als Garnisonsstadt entstand nach dem Krieg in Koblenz der größte Garnisonsstandpunkt der Bundeswehr in der Bundesrepublik Deutschland. Neben tausenden Soldaten, die hier stationiert waren, befanden sich in Koblenz zahlreiche Verwaltungseinrichtungen der  Bundeswehr, was sich sowohl im Stadtbild als auch in den Ansichten der hier lebenden Menschen wiederspiegelt.

Nach der Wende wurde die Bundeswehr grundlegend umstrukturiert und viele Standorte, auch in Koblenz, geschlossen. Viele Kasernen werden neu genutzt, und die Stadt muss sich neu orientieren. In den letzten Jahren vollzieht sich glücklicherweise langsam  ein stadtplanerischer Wandel, so dass die Innenstadt an Ausstrahlung gewinnt und Plätze belebt werden.

Im Moment wird viel gebaut und renoviert in der Stadt, was vor allem daran liegt, dass Koblenz im Jahr 2011 die Bundesgartenschau ausrichten wird.

Hier ein paar Eindrücke von unserem Stadtrundgang:

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Mit-Freude

Toll, wenn die befreundete Designerin, die sich gerade erst selbständig gemacht hat, gegen etablierte Agenturen einen schönen Auftrag an Land gezogen hat – und zwar nicht über den Preis, sondern über die Idee.

Herzlichen Glückwunsch, Martina!

When winning means everything by HikingArtist.com
Illustration: When winning means everything von Frits Ahlefeldt-Laurvig (HikingArtist.com) unter CC BY-NC-ND 2.0 (via Flickr)

Spam-Poesie

Manchmal bringen die maschinellen Übersetzungen gar Wundersames zustande:

*Man muss welchen Schaden nicht erklären es trägt die Zigarette auf.
Alle wissen es….*

Wir bieten die reale Hilfe an, Tausende Europäer haben diesen Rat schon ausgenutzt.
Nach der Statistik gelten die Kombinationen antidepressant and antismoking Patch am besten.

*_Mache den Versuch – schenke sich noch 10 Jahre des Lebens.

Das ist einfach großartig – dieses Versschema! (” Man muss welchen Schaden…”) Diese Formulierungen! (“…haben diesen Rat schon ausgenutzt”) Die Wortwahl! (gibt es wirklich keine Übersetzung für “antidepressant”?)

Und dann das Verkaufsargument, man solle doch bitte das Anti-Rauch-Mittel zusammen mit dem Anti-Depressions-Mittel nehmen, dann wirke es “am besten”! Kein Wunder, wer das Rauchen aufgibt, kann schon mal depressiv werden.

Schade, dass ich nicht rauche, ich würde nach solch einer hübschen Ansprache vielleicht sogar versuchen, “sich noch 10 Jahre des Lebens” zu schenken.

smoke lotus by linh.ngan
Foto:smoke lotus von  linh.ngan unter CC BY 2.0 (via Flickr)

Seddinsee und Große Krampe

Wir – der Mann und ich – haben uns für zwei arbeits- und ereignisreiche Wochen mit einem erholsamen Samstagsspaziergang belohnt. Es ging nach Köpenick: den Gosener Kanal entlang bis zum Seddinsee und dann am Westufer des Seddinsees entlang bis zur Fähr-Haltestelle “Große Krampe”.

Wir sind gemütlich gute 6 km spaziert und waren begeistert von der abwechslungsreichen Landschaft: Kiefern-Nutzwald wurde abgelöst von Mischwald, teils sehr sumpfig, naturbelassene Uferstreifen mit Sumpf-Schwertlilien und breiten Schilfstreifen, in denen Drosselrohrsänger ihren unverwechselbaren “Gesang” zum Besten gaben, eine große naturbelassene Wiese mit Holunder- und Rosenbüschen – und immer wieder weite Blicke über den See.

Krönender Abschluss war die Fahrt mit der Fährlinie F21 von Große Krampe nach Schmöckwitz, die leider mit knapp 10 Minuten viel zu kurz war…

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