Musings

Erlebnisse, Gedanken und Fundstücke

Nichts Neues unter der Sonne

Der Zug der Österreichischen Bundesbahnen, der mich nach Wien bringen soll, heißt Railjet. Geht’s noch angeberischer? Warum nicht gleich Gleisrakete, das Space Shuttle auf der Schiene? Früher suchten die Erfinder das Neuartige sprachlich an das Vertraute anzuschließen, um den Menschen die Angst zu nehmen, so wie beim „Flughafen“. Heute schwindeln Marketingschwätzer das Altbekannte zur Neuigkeit hoch. Wahrscheinlich bleibt ihnen nichts anderes übrig, weil Erfindungen, die das Leben der Leute wirklich verbessern, schon lange keine mehr vorgefallen sind. Die letzten großen Erfindungen der Menschheit waren, wenn ich nicht falsch unterrichtet bin, der Flachbildschirm, Aperol Spritz und der Gender-Asterisk.
(Michael Bittner: Meine Eroberung Wiens, 14.4.2018)

Der Monat im Rückblick: März 2018

Woche 1:  Viele kleine Erledigungen und Arbeiten. Die To-Do-Liste reduziert sich auf einige große Projekte. Umfangreiche Planung für notwendige Umstellungen bei Kundenprojekten wegen der bevorstehenden neuen Datenschutz-Gesetzgebung. Geburstagsgeschenk für C. gekauft. Familienforschung zu MM. Schmuddelwetter. Als es gegen Ende der Woche besser wird, Fahrt nach Koblenz Dort ist auch noch kein Frühling, aber immerhin blühen Schneeglöckchen, Veilchen und Krokusse. Migräne.

Woche 2: Wochenendausflug an den Rand der Eifel nach Thür, mit Kaffee und Kuchen. Ansonsten viel arbeiten bei Regenwetter, nur unterbrochen von zwei Ausflügen in die Innenstadt, einmal mit K., einmal mit H. Gegen Ende der Woche wieder kalt und etwas Schnee. Nervenschmerzen im Gesicht.

Woche 3: Frühlingsanfang bei Sonne und etwas Schnee; die ganze Woche ist es wechselhaft. Schlafe eigentlich seit Wochen schlecht.Viel Arbeit, einige kleinere Sachen fertiggestellt. Nochmal Treffen mit K., wegen Dauerregen diesmal drinnen, zuerst bei ihr, dann bei uns. Am Wochenende Rückfahrt nach Berlin.

Woche 4: Im Zug nochmal eine Erkältung eingefangen. Ein Tag Auszeit, ansonsten sehr viel Arbeit. Meine Ostervorbereitungen beschränken sich dieses Jahr darauf, Süßigkeiten und Kleinigkeiten zu besorgen, für mehr ist keine Zeit und keine Energie. Da wir keinen Besuch haben werden, reicht das aber auch aus.

Filme: Die drei Tage des Condor (1975, von Sydney Pollack) | Verhängnis (1992, von Louis Malle) | Occupied – Die Besatzung (3 Folgen der Staffel 1, 2015)

Musik: Michael Nyman: An Eye for Optical Theory | Marc Olivier Dupin (Musik) & Ivan Grinberg (Libretto): Das Geheimnis des blauen Eichhörnchens (Opéra Comique, Paris) | Christoph Willibald Gluck: Orpheus und Eurydike

Bücher: Helene Tursten: Der zweite Mord / Die Tätowierung / Tod im Pfarrhaus / Der erste Verdacht / Feuertanz / Im Schutz der Schatten | Oliver Buslau: Schängels Schatten | Chris Tvedt: Frei von Schuld / Auf eigene Gefahr

Gewicht: In K. wegen ungewohnter Ernährung heftigst zugenommen (gute 2 kg in zwei Wochen), das ging in Berlin aber innerhalb einer Woche wieder runter, waren also wohl hauptsächlich Wassereinlagerungen.

Fotos:

Dach des Kölner Hauptbahnhofs - Detail

Mal wieder unterwegs: Das Dach des Kölner Hauptbahnhofs

 

Wiese mit blühenden Krokus in verschiedenen Farben

In Koblenz blühen Anfang März schon die Krokusse

 

Werbeplakat zur Bewerbung um die BUGA 2031 im Mittelrheintal

Nach der erfolgreichen BUGA 2011 will Koblenz nochmal…

 

Wohnhaus aus dunklem Basalt in der Vulkaneifel

Typisches Haus aus dunklem Basalt in Thür in der Vulkaneifel

 

Mahnmal für die ehemalige jüdische Gemeinde in Thür (Eifel)

Mahnmal für die ehemalige jüdische Gemeinde in Thür (Eifel)

 

Augenroller am Alten Kaufhaus in Koblenz

Der Augenroller am Florinsmarkt in Koblenz

 

Figur des Koblenzer Originals "Dä Gummi", ein Hausierer

Koblenzer Original: Dä Gummi

 

Enge Gasse mit Kopfsteinpflaster in der Koblenzer Altstadt

Koblenzer Altstadtcharme

 

Badeanzug auf einem Ständer vor einem Geschäft in der Fußgängerzone

Bei 6°C: Die Bademodensaison ist eröffnet…

 

Diorama einer Altstadtszene aus Koblenz-Ehrenbreitstein

Liebevoll gestaltete Altstadtszenerie in einem Schaufenster in Ehrenbreitstein

 

Verschiedene Farbproben auf einer Altbaufassade

Hier werden wohl Farben für eine Fassadensanierung getestet… (Ehrenbreitstein)

 

Gartenweg, dünn beschneit

Mitte März fällt nochmal Schnee

 

Blattgrün von Wilden Tulpen in einem Blumenkasten

Die Wilden Tulpen im Berliner Blumenkasten liegen genau im Plan:
Kräftiges Blattgrün Ende März

 

Der Monat im Rückblick: Februar 2018

Woche 1: Viel Arbeit, immer wieder unterbrochen von heftigen Nervenschmerzen, teils im Kiefer, teils im Gesicht. H. bekommt die Grippe.

Woche 2: Arbeiten, kränkeln. Überwältigende Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (Südkorea) − Stichwort: Licht. Die 1.200 Drohnen im Formationsflug!

Woche 3: Karneval geht komplett an uns vorüber, was in Berlin auch leicht fällt. Dieses Jahr aber auch nichts im Fernsehen angeschaut. H. geht es besser, nun bekomme ich die Grippe. Fieber. Migräne. Alles, was geht. An Arbeit ist nicht mehr zu denken. Berlinale-Eröffnung. Meine Leidenschaft für salziges Lakritz entdeckt.

Woche 4: Langsames Herantasten an geregelte Arbeit. E sgeht schleppend, aber es geht. Zur Entspannung mal wieder ein neues Familienforschungsprojekt (Max May). Zugtickets für die März-Fahrt nach Koblenz gekauft. Dauerfrost und schön kalt, dabei sonnig. Dieses Jahr leider praktisch kein Schnee in Berlin.

Filme: River (Mini-Serie, 2015, von Abi Morgan) | Terminator: Genisys (2015, von Alan Taylor) | Taxi Teheran (2015, von Jafar Panahi) | Flucht in Ketten (1958, von Stanley Kramer) | Occupied – Die Besatzung (3 Folgen der Staffel 1, 2015)

Musik: Hazmat Modine: Cicada

Bücher: Karin Slaughter: Cop Town / Tote Blumen | Amanda Kyle Williams: Broken | Elizabeth George: Nur eine böse Tat / Bedenke, was Du tust | A. L. Kennedy: Einladung zum Tanz | Helene Tursten: Der Novembermörder / Der zweite Mord

Gewicht: Gleichstand, nurminimalste Schwankungen nach unten und nach oben (+/- 1kg)

Fotos:

Blick durch ein Café-Fenster auf Berliner Brandmauern

Wenn’s draußen kalt ist, ist’s drinnen umso gemütlicher…

 

Blick aus dem  Fenster auf eine leicht verschneite Straßenkreuzung

Draußen ein Hauch von Schnee…

 

Kleine Blumenvase auf einem Tisch, darin je ein Zweig Forsythie und Korkenzieherweide

…drinnen ein Hauch von Frühling

 

Eine Dose und ein Beutel mit verschiedenen Lakritzbonbons

Medizin: Salzige Lakritzmischung (rechts) und Lakritz mit Zitrone (links)

Der Monat im Rückblick: Januar 2018

Woche 1: Silvester in Koblenz. Dort vom Steiner Kopf aus das breiteste Feuerwerk meines Lebens gesehen – ganz ohne den in Berlin üblichen bürgerkriegsähnlichen Wahnsinn, der immer am 27. Dezember ausbricht und bis zum 2. Januar dauert (rauhe Nächte, fürwahr). Dann die Einladung zum runden Geburtstag bei C., die auf einem Weingut feierte. Ganz tolle Party! Viel Spaß gehabt, auch wenn ich am Ende dann ganz schnell abgebaut habe. Emotional Overflow wegen zu vielen Kontakten. Es gibt Schlimmeres.

Woche 2: Hochwasser in Koblenz. Der Rheinpegel geht rauf und wieder runter in einer für mich unvorstellbaren Geschwindigkeit. In Berlin haben wir ja nur Sumpf und drumherum Sand; Hochwasser kennen wir nur aus dem Fernsehen. Sehr aufregend, das mal unmittelbar zu erleben. H. fährt zurück nach Berlin, ich bleibe noch etwas dort. Viel Arbeit.

Woche 3: Der Rheinpegel sinkt und steigt dann wieder. Auf Shopping-Tour mit K. Ich lerne viele neue Geschäfte kennen und bekomme ein besseres Gefühl für die Koblenzer Altstadt, wo was ist und welche “Schleichwege” es gibt. Am Wochenende nochmal “Hochwasser gucken”, leider im strömenden Regen. Sehr viel Arbeit.

Woche 4: Kaffee trinken mit K., Abendessen bei H.s und dann zurück nach Berlin. Diesmal wieder zweiter Klasse. Es ist wirklich unbequem, selbst wenn ich alleine auf einem Zweiersitz im ICE-Großraumwagen sitze. Diese Bänke sind nicht für mich gemacht. Das einzig Gute ist die Höhe und der Abstand der Klapptischchen, die sind in der ersten Klasse einen Tick zu weit weg und sollten dort zusätzlich individuell ausziehbar sein. Sehr, sehr viel Arbeit.

Woche 5: Projekte zum Abschluss bringen und Neues beginnen. Die Nachricht von B.s Beerdigung erhalten. Ich wäre gerne dabei gewesen, kann aber gut die Erwägungen verstehen, den Termin nicht vorher bekannt zu geben. Alles gut, ich werde im Laufe des Jahres das Grab besuchen. Erinnerung ist nicht an eine Zeit oder einen Ort gebunden.

Filme:  Moon (2009, von Duncan Jones) | Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit (2003, von Carl Franklin) | Meine liebste Jahreszeit (1993, von André Téchiné) | Skyfall (2012, von Sam Mendes) | Ein Engel verschwindet (Mini-Serie, 2017, von Laetitia Masson) | Gysi (2017, Dokumentation von Nicola Graef und Florian Huber) | Spectre (2015, von Sam Mendes) | Peaky Blinders, Staffel 4 (2017, von David Caffrey ) | Die Geister des Flusses (Mini-Serie, 2017, von Olivier Abbou)

Musik: nichts Spezielles

Bücher: Jane Casey: Die Vermissten / Sommer am Abgrund / Die Blender / Der Lilienmörder / Die erste Schuld | Karin Slaughter: Zerstört / Bittere Wunden | Anna Salter: Die Psychologin

Gewicht: Seit Monatsbeginn stetig fallend (-3 kg). Darf gerne so weitergehen…

Fotos:

Christbaumkugel an Kiefernzweig

Ein bisschen Gemütlichkeit durch Weihnachtsdeko für die ersten Januartage

 

Festlich gedeckter Tisch mit Kerzen und Tulpen

Die Tischdeko bei der Geburtstagsfeier

 

Ein Akrobat schwingt brennende Fackeln

Feuershow bei der Geburtstagsfeier

 

Feuerakrobat schwingt bernnende Fackeln

Feuershow

 

Datum aus LEDs

Der Feuerkünstler “schreibt” mit einem sog. “Pixel-Poi” das Geburtstagsdatum in die Luft

 

Eine überflutete Straße in der Koblenzer Altstadt

Hochwasser in Koblenz – hier die Mosel (8.1.2018)

 

Straßenschilder stehen im Wasser

Und hier der Rhein (8.1.2018)

 

Straßenbäume stehen im Wasser

Die Koblenzer Rheinanlagen (8.1.2018)

 

Blick über den Rhein bei Koblenz, an der gegenüberliegenden Ufermauer die Beschriftung "Marke 2"

Die Hochwassermarke II (Pegelstand von 6.50m) ist um fast einen Meter überschritten (Pegelstand 7,48m; 8.1.2018)

 

Der Uferweg am Rhein in Koblenz-Ehrenbreitstein, an der Ufermauer die Beschriftung "Marke 2"

Normalerweise befindet sich der Rhein mehrere Meter unterhalb der Hochwassermarkierung (16.1.2018; Pegel ca. 3,50m)

 

Treibholz, das sich am Geländer eines Schiffsanlegers angesammelt hat

Überbleibsel des Hochwassers: Jede Menge Treibholz

 

Ein Stück Angelschnur mit einem Blinker hängt im Efeu an der Ufermauer am Rhein in Koblenz-Ehrenbreitstein

Ein Blinker mit einem Stück Angelschnur ist nach dem Rheinhochwasser im vorher überfluteten Efeu hängengeblieben

 

Blumenbeet mit blühenden Primeln

Mitte Januar blühen im Rheinland die Primeln…

 

Brezel (Gebäck)

Die Aldegundisbrezel, ein süßes Laugengebäck, macht der Dorfbäcker nur im Januar, denn am 30. Januar ist der Todestag der Hl. Aldegundis, die Namenspatronin der Dorfkirche ist

 

Schaufensterpuppe mit Kleid, Strickjacke und Spitzenschal

Schaufensterbummel in Koblenz – so einen Schal muss ich mir unbedingt stricken!

 

Vollmond, im Vordergrund Äste

Blue Moon – Der zweite Vollmond innerhalb eines Monats – nun wieder in Berlin (30.1.2018)