Musings

Erlebnisse, Gedanken und Fundstücke

Lesetipp: Kommunizieren für Fortgeschrittene

Absoluter Lesetipp: André Spiegels Beschreibung moderner Kommunikation: Kommunizieren für Fortgeschrittene

Es ist nicht klar, was genau sich ausgerechnet in den letzten paar Jahren verändert haben soll, das uns das Gefühl gibt, als sei etwas ins Rutschen geraten, als hätte gerade eben erst eine Umwälzung aller unserer Kommunikationswege eingesetzt, deren Ausmaß wir noch kaum abschätzen können.

(André Spiegel: Kommunizieren für Fortgeschrittene, 4.10.2017, https://medium.com/@drmirror/kommunizieren-c25ee29b0351)

 

Virtueller Rundgang durch die ISS

ESA-Astronaut Thomas Pesquet hat fotografiert und das Team von Google-Streetview hat die Aufnahmen zusammengeführt, um einen virtuellen 360°-Rundgang durch die Internationale Raumstation ISS zu ermöglichen. Ergänzt werden die Bilder durch Erläuterungen, um den Betrachtern die Raumstation näher zu bringen.

Blick in die ISS mit Google StreetView - Die Kuppel

Blick durch die Kuppel

Hier ein Info-Film von Google über die Erstellung der Ansichten:

YouTube Preview Image

Sonntagsspaziergang (Juli 2017)

Nach sehr, sehr, sehr stressigen Wochen mal wieder andere Eindrücke gesammelt – bei einem Sonntagsspaziergang im Kreuzberger Kiez:

Schild an einer Bar in Berlin-Kreuzberg: "Soup of the Day: No WiFi"

Inzwischen ist man hip, wenn man seinen Gästen kein WLAN anbietet

 

Gemälde mit einem modernen Frauenporträt im "Window of Modern Art" in Berlin-Kreuzberg

Eindringlicher Blick… – Im “Window of Modern Art” wird jede Woche ein anderes Kunstwerk gezeigt

 

Geschlossenes Rollgitter vor der Einfahrt zu einer Tiefgarage

Gitterstrukturen faszinieren mich immer wieder

 

Blüte einer Sonnenblume von hinten und im Gegenlicht aufgenommen

Summer in the city…

 

Blauer Citroën Ami 8 in einer Straße in Berlin

Citroën Ami 8 – Irgendwie knuffig

 

Werbetafel für eine Pizzeria

Dieser Typographie-Trend nervt einfach nur noch

 

Graffiti in einem Hauseingang in Berlin-Kreuzberg: "Your money destroys Berlin"

Gerade in Kreuzberg prallen momentan wieder heftigst verschiedene Lebensentwürfe und Ideologien aufeinander

 

Zwei Kaffeetassen aus der Zeit um 1900 mit der Aufschrift "Zum Andenken" in Goldbuchstaben im Schaufenster eines Antiquariats

Hach ja…

 

Schild in einem Fenster mit fast heruntergelassenem Rollladen: "Montag Ruhetag"

Die Weltküche hat leider für immer dicht gemacht :-(

 

Ein altes Hausnummernschild aus Email neben einer modernen beleuchteten Hausnummer

Alt und neu

 

Hühnereier in verschiedenen Farben und Größen

Eier von verschiedenen Hühnerrassen: Leghorn, Bresse-, Araucana- und Marans-Huhn – von einem privaten Hühnerzüchter gekauft. Bin besonders gespannt auf das grüne!

Gut gesagt

Der Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist Götz Aly wendet sich gegen die Inschrift “Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk.” auf dem geplanten Einheitsdenkmal in Berlin.
Aus gutem Grund kritisiert er eine derartige “Volksverherrlichung”:

“Das Volk, das Helmut Kohl am 19. Dezember 1989 in Dresden zujubelte, ist teilidentisch mit jenem Pegidavolk, das die heutige Bundeskanzlerin als Volksverräterin verleumdet. Hier liegt der springende Punkt. Die Kanzlerin ist eben nicht auf einen diffusen sächsischen Volkswillen vereidigt, sondern auf internationale Verträge, zum Beispiel die UN-Charta der Menschenrechte von 1948, und auf das Grundgesetz. Sie wird von Abgeordneten gewählt, die ausdrücklich den Gesetzen und ihrem Gewissen verpflichtet sind. Vor diesen muss sie ihre Politik verantworten, nicht vor einem mal so, mal so gestimmten Volk. Entscheidungen des Parlaments, des Bundesrats oder der Bundesregierung werden gegebenenfalls vom Verfassungsgericht überprüft – nicht vom Volk.”
Quelle: Götz Aly: Volk und Einheitswippe, Verfassung und Recht. Berliner Zeitung, 16.5.2017, S. 8 der Printausgabe, online: http://www.berliner-zeitung.de/26907228 ©2017

Der Monat im Rückblick: April 2017

Nach dem stressigen März begann ich den April etwas matt und lustlos. Zum Glück konnte ich gleich zu Monatsbeginn nach K. fahren und dort eine Woche allein sein. So konnte ich notwendige Arbeit mit ein bisschen Erholung verbinden – auch wenn diese sich hauptsächlich in ausgedehntem Mittagsschlaf manifestierte. Immerhin war dort der Frühling schon viel weiter, und ich konnte in Farben und frischem Grün schwelgen, während H. sich in Berlin noch mit Schmuddelwetter herumärgerte.

Ostern verbrachten wir gemeinsam in K. – leider bei deutlich schlechterem Wetter. Zweimal waren wir essen (einmal beim Thai, einmal bei Vapiano) und ich war auf dem Markt in E. Für einen Ausflug war das Wetter dann doch zu schlecht, aber für einige schöne Spaziergänge und einmal Grillen mit T. & K. hat es gereicht. Außerdem stand bei den Nachbarn eine Geburtstagsfeier an, so haben wir auch unsere sozialen “Verpflichtungen” gut erfüllt.

Herr B. hat uns aus dem Holz der im Herbst gefällten Bäume zwei wunderschöne Schalen gedrechselt – sie werden einen Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommen.

Ich habe in K. begonnen, etwas Finnisch zu lernen. Diese Sprache fasziniert mich – ähnlich wie Gälisch – schon lange. Leider hat sich das “nebenbei Lernen” als nicht sehr effektiv erwiesen. Ich hatte gehofft, jeden Tag 15-30 Minuten dafür “irgendwie” einzubauen, aber es ist schwierig, weil mein Tagesablauf bereits ziemlich durchgetaktet ist. Ich versuche das, bei der Planung für den nächsten Monat fest zu integrieren.

Arbeitsmäßig war der Monat nach dem Wahnsinns-März deutlich entspannter, wenn auch viel Zeit notwendig war, Verpasstes und Verschobenes aufzuholen. Jetzt am Monatsende liegen mir immer noch ein paar Sachen auf der Seele, die ich vernachlässigt habe, aber ich sehe Land.

In K. habe ich gemerkt, wie sehr mir momentan Anerkennung und Erfolgserlebnisse fehlen – immer derselbe Trott, dieselben Gewohnheiten, das befriedigt nicht wirklich. Da ich keine Zeit hatte, Befriedigung aus privaten Interessen oder meinen “Forschungen” zu ziehen, war ich unausgeglichen und unzufrieden – und ließ das auch an meiner Umwelt aus.
Auf die Gefahr hin, dass das furchtbar eitel klingt: Ich habe mal wieder aus Interesse einen IQ-Test gemacht (den bei der SZ) und für meine Altersgruppe “überdurchschnittlich” gut abgeschnitten (ich konnte tatsächlich fast alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit lösen – und hatte bei allen Aufgaben noch massig Zeit übrig). Das streichelt natürlich das Ego… :-)

Gesundheitsmäßig ging es auf und ab (mehr ab, zum Schluss aber zum Glück auch wieder aufwärts), aber immerhin haben nach Wochen endlich die Hüftschmerzen nachgelassen. Jetzt tut sie nur noch weh, wenn ich drauf liege.

Und sonst: Bei M. bricht langsam die Infrastruktur zusammen. Der DSL-Anschluss ist ausgefallen, die Telekom findet angeblich den Fehler nicht, und nun hat auch noch der Kühlschrank schlapp gemacht. Das erfordert relativ viel Einsatz von mir (Telefonate mit M., mit Hotlines, Recherchen, Anwesenheit vor Ort, Hilfestellungen, Begleitung zu Geschäften etc.), so dass mein eigener haushalt etwas kurz kam diesen Monat. Nach dem Aufenthalt in K. brennt es mir jedoch unter den Nägeln, hier jetzt endlich mal radikal auszumisten…

Schön: Frühling erleben: Blumen, blühende Bäume und Sträucher, Schmetterlinge, Vögel. Die Amseln! Spüren, wie die Energie zurückkehrt.
Nicht so schön: Viel Zeit mit M., was für uns beide schwierig ist. Streit. Gewichtszunahme. Angeschlagene Gesundheit, Energiemangel.

Filme: Angriff der Killertomaten (1978, von John De Bello) | Mein Vater der Außerirdische (2016, von Einari Paakkanen) | Bitte nicht stören! (1965, von Ralph Levy) | Die zwei Leben der Veronika (1991, von Krzysztof Kieślowski) | Interstellar (2014, von Christopher Nolan)

Musik: Lee Scratch Perry à la Philharmonie de Paris (Konzert am 21.4.2017)

Bücher: Stella Blomkvist: Der falsche Zeuge | Matti Rönkä: Entfernte Verwandte | James Patterson & Liza Marklund: Letzter Gruß | James Patterson: Todesbote / Todesahnung / Im Affekt / Sündenpakt | James M. Cain: Abserviert | Christophe Carlier: Der Mörder mit dem grünen Apfel | James Carol: Presumed Guilty – Schuldig bis zum Beweis des Gegenteils / Broken Dolls | Elizabeth George: Bedenke, was Du tust

Gewicht: Stetig rauf bis zur Monatsmitte, dann langsam wieder runter, momentan Stillstand.

Fotos:

Frankfurt am Main - Altes Stellwerk Fpf am Hauptbahnhof

Umsteigen diesmal in Frankfurt

 

Blühende rote Tulpen unter einem blühenden Birnbaum

Frühling im Garten

 

Blühender Fliederstrauch, dazwischen Zweige von blühender Forsythie

Frühlingsfarben

 

Apfelblüte

Die Äpfel fangen Mitte April an zu blühen

 

Innenaufnahme des umgestalteten Löhr-Centers in Koblenz

Das Koblenzer Löhr-Center wurde neu gestaltet

 

Altes Wespennest vom Vorjahr im Kasten eines Rollladens

Wir haben das Wespennest aus dem letzten Jahr entfernt und die Rollladenkästen (hoffentlich) dicht gemacht, damit dieses Jahr keine neuen Nester gebaut werden…

 

Bunt bemalte Ostereier in Eierkartons

Ostermarkt in Ehrenbreitstein

 

Hauptschiff mit Blick zum Altar der Klosterkirche St. Franziskus in Koblenz-Ehrenbreitstein

Klosterkirche St. Franziskus in Ehrenbreitstein

 

Zwei unregelmäßig geformte handgedrechselte Holzschalen

Die Schalen, die aus dem Holz unserer Bäume entstanden sind