1. Februar 2012

Keep It Simple - Internet-Marketing erklärt von Ian Lurie

Ideen für eine Einführung, die ich gerade für meine Kunden erstelle:

Portent webinar 1: Internet marketing 101 (via Slideshare)

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17. Januar 2012

Marcus Botsch 1961-2012

Der Gestalter des “Berliner Kanaldeckels” ist tot: Marcus Botsch starb am 6.1.2012 im Alter von 50 Jahren in Berlin. Sein Tod kam, wie man so schön sagt, plötzlich und unerwartet.

Ich habe Marcus Botsch vor etwa 15 Jahren kennengelernt, als ich für das Unternehmen Mediport Kardiotechnik GmbH (heute Berlin Heart GmbH) in Steglitz tätig war. Botsch hatte im “Turm” des Focus Mediport, einem Gründerzentrum für Medizintechnik, ein Büro eingerichtet und gerade das Gehäuse für das externe Herzunterstützungssystem „EXCOR” entwickelt.

Über die Jahre gab es immer wieder berufliche und private Berührungspunkte mit dem Büro Botsch, das später in der Hardenbergstraße und schließlich in Mitte ansässig war. Eine persönliche Freundschaft und enge berufliche Zusammenarbeit verbindet mich bis heute mit Botsch’ langjähriger Mitarbeiterin, der Grafikdesignerin Martina Bolz.

Marcus Botsch war ein im persönlichen Umgang manchmal schwieriger Mensch, der häufig die scheinbar absurdesten Ideen hatte. Und manchmal entstanden aus diesen Ideen äußerst gelungene Gestaltungen, so für den EXCOR, aber auch für Straßenmöbel wie den Berliner Kanaldeckel oder die Berliner Trinkbrunnen, das Public Design für Alt-Sachsenhausen (Frankfurt am Main, 2004) oder die Ausstattungselemente für den Park am Bornstedter Feld (BUGA Potsdam, 1999).

Botsch war belesen, ein begeisterter Segler und hatte eine starke Affinität zu Osteuropa. Wir lernten etwa zur gleichen Zeit Polnisch und tauschten uns über Land und Leute aus; später wandte er seine Leidenschaft Richtung Russland und unternahm ausgedehnte Studien- und Arbeitsreisen nach Moskau.

2008 übernahm ich die Programmierung der Internetseite des Büro Botsch (heute in veränderter Form online) und arbeitete seither an verschiedenen gemeinsamen Projekten.

Wenn auch der private Kontakt in den letzten Jahren seltener geworden war, so sind mir doch Marcus Botsch und seine Arbeit nach wie vor präsent – nicht zuletzt durch die Arbeit am letzten gemeinsam initiierten Projekt, einer Homepage für ein traditionsreiches Berliner Unternehmen.

Marcus Botsch war mir nie ein Freund, aber er war ein Wegbegleiter und Impulsgeber, den ich nicht missen möchte.

7. Juni 2011

Pull Mode vs. Drift Mode

Pull Mode: Ich fühle mich energiegeladen, ermüde kaum, kann stundenlang Konzentration und Begeisterung aufrecht erhalten, “bewege” Dinge. Ich bin im Flow.

Drift Mode: Ich bin unzufrieden, gelangweilt, auf der Suche nach etwas, das mich fesselt. Ich spüre Widerstand, Widerwillen. Auch wenn ich viel tue, “bewege” ich nichts.

Ist der Widerstand Ursache oder Wirkung des Drift Modes?

Meist ist es der Widerstand gegen das, von dem ich glaube, dass ich es tun MUSS. Also Pull Mode, der sich einmischt.

Schlüssel: Ist es das, was ich wirklich tun will?

Damit der Pull Mode nicht in die Quere kommt, ist es hilfreich, die Dinge, die ich tun MUSS in die Vision aufzunehmen: Dies ist ein Schritt, um meiner Vision näher zu kommen. Es ist Teil des Prozesses, das zu erreichen, was ich anstrebe.

27. Mai 2011

Raus aus der Komfortzone

Notes to self:

  1. Wenn Du schon nervös bist, trinke keinen Kaffee. Erst recht keinen Filterkaffee aus der Thermoskanne!
  2. Plane vorher und nachher genug Zeit ein: zum Üben, zur mentalen Vorbereitung, zur Erholung hinterher.
  3. Visualisiere vorher das Ereignis: Wer wird dort sein? Wie werden der Empfang und die Begrüßung ablaufen? In welchem Raum wirst Du Dich befinden? Wo wirst Du sitzen?
  4. Was wäre das Worst-Case-Szenario? Wie könntest Du positiv mit einer solchen Situation umgehen?
  5. Belohne Dich hinterher! Kauf Dir ein paar Blumen, eine schicke Schokolade oder ein Buch. Feiere Dich selbst.

Well Done!

Reunification Conference Room by Augapfel (via Flickr)

Reunification Conference Room by Augapfel (via Flickr)

13. Dezember 2010

Wikileaks - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen

Denkanstöße

“Sieben Jahrhunderte Wikileaks” titelt Don Alphonso am 9. Dezember 2010 im  FAZ-Blog  und stellt die Wikileaks-Veröffentlichungen in eine historische Reihe mit Reformern und Aufklärern wie William von Ockham, Jan Hus, Martin Luther, Giordano Bruno, Denis Diderot, Heinrich Heine und Rudolf Augstein. Allen gemeinsam sei, dass sie Tatsachen aussprachen und publizierten, die den jeweils Herrschenden unbequem waren.

Ich persönlich bin mir mit Blick auf die 7 Jahrhunderte Wikileaks sehr sicher, dass man Assange wie seinen Vorgängern einst auch ein Denkmal errichten wird. Man wird über seine Verfolger und ihre Verbrechen verächtlich reden, wie man heute verächtlich über Scheiterhaufen denkt, und sich über diese seine Zeit wundern, da die Bürger, die nun endlich frei und mündig gewesen wären, nicht genug getan haben, diejenigen zu schützen, die die Wahrheit sagten, und jene gewähren liessen, die sie bewusst belogen.

Quelle:  Sieben Jahrhunderte Wikileaks (FAZ-Blog, 9.12.2010)

Mit der Frage, wie sich mit dem Internet mediale und journalistische Strukturen und Denkgewohnheiten verändern, beschäftigt sich Marcel Weiß bei neunetz:

Der Kindergeburtstag in Sachen Internet ist vorbei. Wikileaks greift die etablierten Strukturen mit bisher ungekannter Stärke an und zeigt, zu was das Internet in der Lage ist oder was es anrichten kann; je nachdem, wie man es sieht.

Quelle:  5 Aspekte der aktuellen WikiLeaks-Revolution (neunetz, 8.12.2010)

Jochen Krisch beschäftigt sich bei Exciting Commerce mit den Folgen von Wikileaks und der damit verbundenen Enthüllungskultur für Unternehmen:

Viele Unternehmen schreiben sich gerne groß und “führend” auf die Fahnen. Aber stellen sie sich auch der Verantwortung, die mit dieser führenden Rolle verbunden ist? Sind sie ernsthaft bereit, öffentliches Vertrauen aufzubauen, sich der sozial-medialen Öffentlichkeit zu stellen und über ihr wahres Tun und Handeln aufzuklären?
(…)
Was wäre also beispielsweise, wenn die Protokolle der letzten Vorstandssitzung öffentlich würden? Was wenn Ordnungsanweisungen und Strategiepapiere bei Wikileaks auftauchten, frei zugänglich für Mitarbeiter, für Lieferanten, Dienstleister und für die breitere, interessierte Öffentlichkeit?

Quelle:  Ist Otto schon bereit für Wikileaks-Veröffentlichungen? Ist es Amazon? (Exciting Commerce, 12.12.2010)