18. April 2010

Farb-Ton-Kunst

Dass man mit Hilfe der Hochgeschwindigkeitsfotografie sensationelle Aufnahmen von Wassertropfen, fliegenden Insekten und ähnlichem machen kann, ist nicht so ganz neu.

Fotografen haben nun einen Weg gefunden, farbige Gebilde mit Hilfe von Klangwellen zu erzeugen und diese mit lasergesteuerten elektronischen Auslösern einzufangen. Die so entstandenen Aufnahmen sind einfach - Wow!

Wie funktioniert das Ganze?

Auf die Membran eines Lautsprechers (bzw. auf eine wasserdichte Abdeckung) werden verschiedenfarbige Wasser- oder Farbtropfen gegeben. Über den Lautsprecher werden Bassfrequenzen zwischen 50 und 200 Hz ausgegeben; die Vibrationen des Lautsprechers erzeugen eine Schwingung der aufgetragenen Flüssigkeit(en).

Mit einer Verzögerung von ca. 65 ms werden lasergesteuert mehrere Blitzgeräte ausgelöst und die Aufnahme mit Hilfe eines Makroobjektivs gemacht.

In Kombination mit Seifenblasen, fallenden Tropfen oder kleinen Gegenständen werden zusätzliche spektakuläre Effekte erzeugt.

Dancing Water Setup, Chaval Brasil

Dancing Water Setup, Chaval Brasil

fotoopa / Frans (Belgien)

“Started on 2004 for the first time. The last tool used are a homemade hardware controller with an Altera FPGA chip (DE1 terasic board) 2 lasers are used for the detection. Multiple flashes are used. The controller calculate the delay timings, power for the waves on the speaker, control the camera and flashes.” (fotoopa)

Flickr Stream von fotoopa | fotoopa auf PBase

Linden Gledhill / linden.g

“Shapes made out of water based paints and sound from a speaker. Motion captured with mic triggered SB800 Nikon flash controlled by StopShot.” (linden.g)

Flickr Stream von linden.g

Adam Connah / A.Connah

Flickr Stream von Adam Connah

Chaval Brasil

“I put some small drops on my subwoofer with the cone turned up, then sent some bass frequencies from my notebook. I tried 70hz, 110hz and 200hz, the results are very different on each frequency.
The room was dark, the camera set for a long exposure, 1sec was enough. All light is provided by the flash, which is triggred by a sound trigger connected to a Cactus wireless remote (if 430EX had a PC connection I would not need the Cactus in this setup).
Conveniently, the sound trigger is triggered when the subwoofer makes sound. I had to add a little bit of delay to get the drops jumping, the whole thing is very fast!” (Chaval Brasil)

Flickr Stream von Chaval Brasil

Barry Garozzo / lovephilly

Flickr Stream von lovephilly

11. März 2010

Stilblüte

“Es handelt sich entweder um Produkte, die nicht groß genuger Menge (…) besorgt werden konnten…”

(Quelle)

Brrrr….

move your body dog by Ol.v!er [H2vPk] via Flickr.com

move your body dog by Ol.v!er (H2vPk) via Flickr.com

15. Februar 2010

“Mein Name ist Zack. Anatol Zack.”

millers typewriter; Foto: jasminejennyjen (via Flickr)

miller's typewriter; Foto: jasminejennyjen (via Flickr)

Schreiben Sie gelgentlich Erzählungen oder Romane?

Wälzen Sie dann schonmal Telefonbücher, um griffige, originelle oder bildhafte Namen für die handelnden Figuren zu finden?

Schauen Sie doch das nächste Mal einfach in Ihren Spam-Ordner, denn Spam-Versender überschlagen sich derzeit geradezu, “echt” klingende Absendernamen zu generieren, die häufig unfreiwillig komisch erscheinen.

Beliebte Methoden der “Namensfindung” sind

  1. Mischen von englischen Vor- und (vermeintlich) deutschen Nachnamen:
    Ashton Zenzinger, Wayne Rosentreter, Audrey Schrapp, Carson Klostermayr oder Juanita Proske
  2. Die Wahl sehr ungewöhnlicher oder altertümlicher Vornamen in Kombination mit einem mehrsilbigen Nachnamen:
    Brunhilda Shepard, Lätizia Nakel, Radulf Reisenauer, Florinda Lustigmann, Tristan Telepoczky oder Euphemia Grüner.
  3. Die Wahl wenig gebräuchlicher Vornamen in Kombination mit einem kurzen, “knackigen” Nachnamen:
    Melchior Klob, Anatol Zack, Igor Hirn oder Camilla Zwick.

Übrigens: alle hier aufgeführten Namen stammen aus Spam-Mails, die ich am vergangenen Wochenende erhalten habe.

13. Juli 2009

Spam-Poesie II

Von Zeit zu Zeit landen wundersam poetische Werke in meiner Mailbox.

So wie dieses hier:

Hallo werde ich der schöne Fremde, über unsere Bekanntschaft mich froh sein rufen Anastasiya.
Ich suche seine einzige und eigenartige Hälfte. Ich suche nicht einfach den Mann ich suche den Freund, des vorliegenden Freundes auf ganzes Leben. Ich das warme, zärtliche, zarte Mädchen. Mir 27 Jahre.
(…) Ich verstehe mit dem Humor, auf die Probleme bezogen zu werden und lustig zu sein. Für mich in der Einsamkeit verliert das Leben den Sinn ich verwelke wie das Blümchen. Betreffs der Einfachheit kann, dass ich offen wie das Buch sagen. Mich muss man nur lesen.

Eigentlich eine ganz romantische Kontaktanzeige…

26. Mai 2009

Spam-Poesie

Manchmal bringen die maschinellen Übersetzungen gar Wundersames zustande:

*Man muss welchen Schaden nicht erklären es trägt die Zigarette auf.
Alle wissen es….*

Wir bieten die reale Hilfe an, Tausende Europäer haben diesen Rat schon ausgenutzt.
Nach der Statistik gelten die Kombinationen antidepressant and antismoking Patch am besten.

*_Mache den Versuch - schenke sich noch 10 Jahre des Lebens.

Das ist einfach großartig - dieses Versschema! (” Man muss welchen Schaden…”) Diese Formulierungen! (”…haben diesen Rat schon ausgenutzt”) Die Wortwahl! (gibt es wirklich keine Übersetzung für “antidepressant”?)

Und dann das Verkaufsargument, man solle doch bitte das Anti-Rauch-Mittel zusammen mit dem Anti-Depressions-Mittel nehmen, dann wirke es “am besten”! Kein Wunder, wer das Rauchen aufgibt, kann schon mal depressiv werden.

Schade, dass ich nicht rauche, ich würde nach solch einer hübschen Ansprache vielleicht sogar versuchen, “sich noch 10 Jahre des Lebens” zu schenken.

smoke lotus by linh.ngan
Foto: linh.ngân