Am 4. Oktober 2010 gegen 12:25 Uhr bricht der Damm eines Deponiebeckens zur Lagerung von Rotschlamm der Aluminiumhütte MAL AG (Magyar Aluminium) in Ajka.
Etwa 1 Milion Kubikmeter mit Schwermetallen belasteter Rotschlamm überfluten ca. 40 Quadratkilometer Land und begraben dabei Dörfer, Straßen und Ackerland unter sich.
Nach ersten Analysen enthält der Schlamm Eisen(III)-oxid, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid (in der Form von Natriumaluminiumsilicat oder Calciumaluminiumsilicat), Calciumoxid, Titandioxid, Natriumoxid sowie Schwermetalle wie Arsen, Quecksilber und Chrom.
Durch die ebenfalls enthaltene Natronlauge weist der Schlamm einen hohen pH-Wert auf , so dass bei kontakt die Gefahr von Verätzungen besteht.
Der Rotschlamm hat innerhalb weniger Stunden den Fluss Marcal erreicht. In den betroffenen Gewässern wurde ein Fischsterben beobachtet. Die Marcal mündet bei Karakó in die Raab, die wiederum bei Győr in die Donau mündet. Schäden im Gebiet des Westtransdanubischen Trinkwasserreservoires und eine weitere Ausbreitung der Schlamm-Massen weiter flussabwärts bis hin zur Donau werden befürchtet.
Am Samstag, den 9. Oktober ordnet der Katastrophenschutz die sofortige Evakuierung des Dorfes Kolontár an, da der Damm komplett einzustürzen droht.
Quellen:
- Kolontár-Dammbruch (wikipedia.de)
- Giftschlamm: Unerwartet hohe Mengen an Arsen und Quecksilber (Greenpeace)

Ajka - Aluminiumfabrik und Rückhaltebecken - Im Bild rechts die Aluminumfabrik der MAL AG in Ajka; links das Becken mit Rotschlamm vor dem Bersten (Google Maps)






























































